fictionfantasy

fictionfantasy ist ein verlagsunab-hängiges Rezensionsportal für phantastische Werke. Derzeit sind knapp 13.000 Artikel abrufbar!

Schreibe deine eigene Rezension
deines Lieblingsbuches und schick sie uns !


Du hast fehlende Angaben bei Autoren oder Buchtiteln gefunden?
Wir freuen uns über jede Unterstützung!

Hast du einen Blog
und willst im fictionfantasy-Netzwerk mitmachen? Melden!

Amazon

Diskussion

Social Network

Folge uns auf Twitter
Folge uns auf Facebook!
Folge uns auf Google+
Abonniere unseren RSS Feed

Phantast

Das eMagazin von fictionfantasy und literatopia

phantast
Alle Phantast-Ausgaben
auf einen Blick

Netzwerk

Blog Top Liste - by TopBlogs.de
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
http://www.wikio.de
Startseite - Film - Horror & Mystery - Masters of Horror: Takashi Miike - Imprint
Masters of Horror: Takashi Miike - Imprint
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Masters of Horror: Takashi Miike - Imprint
Regie: Takashi Miike
Darsteller: Youki Kudoh Michie, Toshie Negishi, Billy Drago u. a.
FSK: keine Jugendfreigabe
Laufzeit: 63 min
USA 2005

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Im japanischen Kultregisseur Takashi Miike (The Great Yokai War) synthetisieren sich eine Unzahl von Extreme: Nicht nur hat er in gerade einmal fünfzehn Jahren die beachtliche Anzahl von 68 Filmen angesammelt, auch gibt es darunter kaum ein Teufelswerk, das nicht in irgendeiner Weise Presse und Publikum geschockt hätte. Der Journalist Christopher (Billy Drago) reist auf der Suche nach seiner großen Liebe Komomo (Michie Itô) durch das Japan des 19. Jahrhunderts. Aber auch auf der unheimlichen Insel, die nur von idioten und Nutten bevölkert zu sein scheint, ist zunächst keine Spur von ihr zu finden. Dann aber berichtet ihm eine Prostituierte (Youki Kudoh) die Geschichte jener Geisha, die noch vor kurzem im selben Etablissement gearbeitet hat, bevor sie sich erhängte. Warum? Von neidischen Kolleginnen und einer despotischen Chefin gequält, sah sie irgendwann keinen anderen Ausweg mehr als den Suizid. Doch Christopher zweifelt an der hanebüchenen Story und im Laufe der Zeit kommen immer mehr Details ans Tageslicht; und die sind alles andere als angenehm
Takashi Miike aber ist ein Brandeisen: Und für diese Horror-Anthologie hat sich der japanische Maestro des Wahnsinns um keine Haaresbreite von seinem Kurs abbringen lassen; deshalb geriet „Iimprint“ derart perfide, dass man in den USA von der Ausstrahlung absah. Dabei gehört dieses einstündige Lehrstück in Sachen Schock und Schrecken zu den emotional profunderen Lehrstückchen des Blutfilmers. Takashi Miikes Beitrag zu der "Masters of Horror"-Reihe lehnt sich an den japanischen Roman "Bokkê, kyôtê" von Shimako Iwai an, die im Film auch einen kleinen Part als Folter-Lady hat. Wie von Enfant terrible Miike nicht anders zu erwarten, sprengt er auch bei seiner Produktion für das US-TV die Grenzen der Moral. Den krönenden Abschluss der MoH-Reihe bildet eben dieser Takashi Miike. Und wie nicht anders zu erwarten, gab es mit ihm Probleme. Waren bisher alle Folgen ungeschnitten ausgestrahlt worden, gab es ausschließlich mit seiner Episode Theater. Und selbst nachdem er höchstpersönlich einige Sequenzen schnitt, war die Folge immer noch zu krude, um gesendet zu werden. Deshalb ist sein Angst-Tortenstück nicht minder brillant, funktionieren  doch  seine narrative Dramaturgie und epische Interaktion bestens. Optik und Filmsound kommen ebenso sehr bizarr daher, denn konterkarierend zu den gräulichen Sequenzen könnte beides aus einem Bollywood-Herz-Schmerz-Drama stammen: Die Macht der gemeinen Ironie lässt grüßen.

Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy