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Die dunkle Seite des Mondes (Maddrax, Band 274)
Buch - Science Fiction (B)

Serie / Zyklus: Maddrax

Lfd. Nummer: 274

Titel: Die dunkle Seite des Mondes

Autor: Oliver Fröhlich

Verlag: Bastei

Titelbild: Koveck

Erscheinungsdatum: 20. Juli 2010

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Der vorliegende Roman von Oliver Fröhlich schwenkt nach den Abenteuern auf der Erde kurz um auf Mond und Mars. Nachdem auf der Erde der kleinwüchsige Sepp Nüssli eine spanische Karavelle entdeckte, die offenbar vor sehr langer Zeit in den Zeitstrahl geriet und bis heute konserviert wurde, überschlagen sich die Ereignisse. Denn in dem Schiff befindet sich neben der ursprünglichen Besatzung noch ein in Harz engeschlossenes Steinwesen, das sich während der Gefangenschaft im Zeitstrahl von Tachyonen ernährte und nun, um wieder eine stoffliche Präsenz zu erlangen, die Lebenskraft von Menschen als Nahrung benötigt. Diese erlangt sie durch geisterhafte Avatare, die in Gestalt und  Benehmen der spanischen Besatzung der Karavelle gleichen.

Nachdem die Mondstation, die als Beobachtungsstation und Sprungbrett der Marsianer konzipiert wurde, sich nicht mehr meldet, schickt der Mars eine Rettungsmission zum Erdtrabanten. Dort findet die Crew der Carter IV die versteinerte Besatzung der Mondstation wieder. Als sich ihnen ein geisterhafter Schemen in altertümlicher spanischer Uniform nähert, können die Marsianer zunächst nichts damit anfangen. Doch als nach einer Berührung des "Schattens" ein Crewmitglied versteinert, bricht Panik aus.
Auf dem Mars hingegen muss sich Chandra mit den politischen Querelen herumschlagen, die die erstarkende ProMars-Fraktion in Bevölkerung und Politik verursacht. Zieht sich der Mars tatsächlich von allen Expeditionen zurück und kümmert sich nur noch um sich selbst?

Als Wieder-Quereinsteiger habe ich mich nicht sonderlich schwer getan, wieder Fuß zu fassen in der aktuellen Handlung. Die Geschichte eines Versteinerungen verursachenden Harzbrockens aus der spanischen Vergangenheit klingt zwar etwas abstrus, aber aus der Historie von Maddrax war man ja schon einiges gewohnt ...

Insgesamt hat mir der Band weniger durch die vordringliche Steinwesen-Story denn durch die politischen Verwicklungen auf dem Mars ganz gut gefallen. Für Quereinsteiger empfiehlt sich im Übrigen die Wiki-Seite http://www.de.maddraxikon.com, auf der sich viele Lücken nachlesen lassen.

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