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Der Verrat (Kushiel, 2. Band)

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Reihe: Kushiel, 2. Band
Titel: Der Verrat
Originaltitel: Kushiel's Chasen
Autor: Jaqueline Carey
Übersetzung: Wolfgang Thon
Titelbild: Anke Koopmann
Karte: Erhard Ringer
Buch/Verlagsdaten: Lyx Verlag (03/2008); 858 Seiten; 16,95 €; ISBN: 978-3-8025-8121-2 (Klappbroschur)

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Ein Jahr ist vergangen, seit Phèdre nó Delaunay eine Intrige gegen das Reich Terre d’Ange aufdeckte und so den Dank von Königin Ysandre errang. Jedoch konnte Melisande, ihre Gegenspielerin, mit der sie eine eigenartige Liebe verbindet, fliehen und solange diese Frau in Freiheit lebt, sind Ysandre und das Reich in Gefahr. Überzeugt davon, dass ihre Gegnerin neue Pläne im Exil ausheckt, beschließt Ysandre, an den Hof zurückzukehren und wieder als Anguisette ihre Dienste anzubieten. Vom Gott Kushiel berührt und gezeichnet, gelingt es der Kurtisane, etwas mehr über den Verbleib von Melisande herauszufinden. Die Spur führt zu der südlichen Meeresstadt La Serenissima und Phèdre weiß nur zu gut, dass sie sich in das Netz der Spinne begibt.

Fast nahtlos setzt Autorin Jaqueline Carey ihre Geschichte um die Kurtisane Phèdre fort und erzählt mit der gleichen erzählerischen Gewalt wie in Band 1. Man sollte diese Bücher als Beispiel nehmen und sagen: „So wird es gemacht.“ Die Kapitel der Autorin sind gut aufgebaut und haben ihren eigenen Spannungsbogen, der jedoch nicht im Konflikt zum Gesamtspannungsbogen des Romans steht, und das ist etwas, was nur wenigen Phantastikautoren gelingt. Hinzu kommt, dass  Jaqueline Carey auch einen sehr guten Schreibstil ihr Eigen nennt und stets überzeugend schreibt. Inhaltlich ähnelt die Geschichte ein wenig vom Aufbau her dem ersten Teil. Es geht um Intrigen, um Verrat und um Liebe. Auch wenn vielleicht etwas mehr Originalität wünschenswert gewesen wäre, muss man sagen, das sind die Zutaten für große Romane und die Autorin präsentiert eine Geschichte von epischer Dimension. Trotz des recht stattlichen Umfangs liest sich das Buch recht leicht und es macht Spaß, den Abenteuern von Phèdre zu folgen, die irgendwo zwischen Anne Golons Angélique-Geschichten und den Romanen von Alexandre Dumas einzuordnen sind. Insgesamt also eine gelungene Fortsetzung des viel gelobten Debüt-Romans, die dessen Leser nicht enttäuschen wird.
8 von 10 Punkten.

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