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Startseite - Film - Horror & Mystery - Krieg der Dämonen
Krieg der Dämonen
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Krieg der Dämonen
Originaltitel: The Great Yokai War
Regie u. Drehbuch: Takashi Miike
Produktion: Fumio Inoue
Darsteller: Ryunosuke Kamiki, Chiaki Kuriyama, Hiroyoki Miyasako, Mai Takahashi.
Laufzeit: ca. 119 min
FSK: ab 16 Jahren
Deutscher Vertrieb: e-m-s
Japan, 2004

Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann
(weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)

Die Geister Japans sind in Aufruhr. Etwas Seltsames geht vor. Bizarre Maschinenwesen bedrohen ihre Existenz. Der Junge Tadashi wird widerwillig mitten hineingezogen in diesen turbulenten Kampf. Zusammen mit einer Hundertschaft an Dämonen und Geistern macht er sich auf, den bösen Maschinen das Handwerk zu legen...

Takashi Miike hatte bisher vor allem durch seine extrem brutalen und zugleich surrealen Gangsterepen wie "Dead or Alive" auf sich aufmerksam gemacht. Mit "Audition" schuf er einen der besten japanischen Horrorfilme.
Inzwischen ist Miike auch zu einem Namen im Mainstreamkino geworden. So wurde der Film "The Call" zu einem wahren Kassenschlager und konnte auch hierzulande als DVD große Erfolge verbuchen.
"Krieg der Dämonen" ist die bisher teuerste japanische Großproduktion. Die Produzenten hegten großes Vertrauen in Miikes Schaffen, der ja ansonsten gerne seinen eigenen Stil in vorgegebene Muster einwebt. Bei "Krieg der Dämonen" hielt sich Miike brav zurück und schuf das, was die Produzenten haben wollten: einen erstklassigen Fantasyfilm.
Um es kurz zu machen: "Krieg der Dämonen" ist einfach eine Wucht. Es gibt kaum eine Szene, in der kein Monster auftaucht. Deren Design orientiert sich stark an den traditionellen Vorstellungen von Geistern und Dämonen, sodass sich dem Zuschauer eine wahre japanische Geisterwelt auftut.
Miikes Grundthema, das in jedem seiner Filme anklingt, ist der Kontrast zwischen Moderne und Tradition. In "Krieg der Dämonen" ist die traditionelle Geisterwelt in Gefahr. Maschinenwesen, als Symbole für die Moderne, bedrohen das traditionelle Denken. In keinem seiner Filme steht dieser Konflikt so sehr im Vordergrund wie in diesem Fantasyspektakel.
Wahrscheinlich ist "Krieg der Dämonen" neben "Audition" zugleich einer seiner ästhetischsten Filme. Farben, Szenenaufbau und Kulissen sind erfüllt von einer wahren Sintflut an Ideen und Einfällen, so dass es notwendig ist, manche Szenen nochmals zu betrachten, um alle Eindrücke aufnehmen zu können.
"Krieg der Dämonen" ist ein äußerst interessanter und kurzweiliger Fantasyfilm mit viel Action, wunderbaren Kostümen und vielleicht der größten Monsterparade der Filmgeschichte. Miike verzichtet voll und ganz auf Darstellungen von extremer Brutalität und Perversion, sondern schuf mit diesem Werk zum ersten Mal eine Art Märchenfilm, der sicherlich auch die jüngeren Zuschauer begeistern wird.

Krieg der Dämonen - die Rezension von Jean Lüdeke

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