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Kinder der Apokalypse (Die Großen Kriege, 1. Band)

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Reihe: Die Großen Kriege, Band 1
Titel: Kinder der Apokalypse
Originaltitel: Armageddon's Children
Autor: Terry Brooks
Übersetzung: Michael Nagula
Titelbild: Dylan Cole
Buch/Verlagsdaten: Blanvalet Verlag 24496 (04/2008), 446 Seiten, 13 €, ISBN: 978-3-442-24496-6 (TPB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Die Menschenwelt ist nach einer weltweiten Umweltkatastrophe untergegangen. Die Welt und mit ihr die vier Elemente sind verseucht. Nicht ganz, denn die reinigende Kraft des Feuers funktioniert immer noch. Aber der Rest ist hin. Nur wenige Menschen konnten sich in sichere Orte retten; der Rest muss sich dem üblichen Recht des Stärkeren beugen. Die zerstörte Welt bringt zudem Mutanten und Veränderte hervor, die sich gegen die restlichen verbliebenen Menschen stellen. Aber es gibt auch neue Kräfte, die sich auf die Seite der verbliebenen Menschheit stellen.
Logan Tom ist der Held der Erzählung, zumindest einer von ihnen. Er hat Alpträume, die ihn immer wieder heimsuchen und gleichzeitig den Leser in die Welt des Terry Brooks einführen. Es gibt noch die modernen Fahrzeuge, aber schon Magie, was eine ungewöhnliche Mischung darstellt. Da Logan Tom in einem Fahrzeug wach wird und gleichzeitig einen Runenstab bei sich führt, macht der Beginn etwas unsicher. Die Unsicherheit weicht einer spannenden Handlung, und es ist sogar gut, wenn man die Shannara-Romane nicht kennt bzw. deren Inhalt wieder vergessen hat.
In den Resten von Seattle ist Hawk unterwegs und mit ihm die zehnjährige Candle, die in der Lage ist, Visionen zu sehen und damit eine unschätzbare Hilfe der Gruppe namens Ghosts ist.
Hawk lernt Tessa kennen, die sich in ihn verliebt. Für ihn klaut sie aus der Apotheke ihrer kleinen geschlossenen Gesellschaft Arzneien, um damit ein Mädchen zu retten. Aber beide werden erwischt und zum Tode verurteilt.
Es gibt noch Cheeney und Owl und und und ... Alles wird langsam, sehr langsam zusammengeführt, aber die Handlung ist nicht langsam. Die einzelnen Handlungsstränge gewinnen dadurch, dass sie an spannender Stelle abbrechen und später weitergeführt werden.

Der erste Band der Shannara-Trilogie, die gleichzeitig den Auftakt seiner Shannara-Welt darstellt. So der Klappentext. Dabei gab es diese Aussage bereits schon einmal. Die gesamte Saga von den vier Ländern und den Nachfahren des Elfen Shannara, die Ohmsfords, erstreckt sich über Jahrhunderte. Die Saga kann in mehrere zeitliche Abschnitte eingeteilt werden. Die ersten neun Bände handeln von der Suche nach dem Schwert von Shannara und dem fast aussichtslosen Kampf gegen den Dämonenlord. Die folgenden acht Romane spielen in einer Zeit, als die Magie zu versiegen droht und die Nachfahren Shannaras wiederum auf eine Reise gehen, um die Katastrophe abzuwenden. Der Roman "Der Ausgestoßene von Shannara" erzählt die Vorgeschichte der kompletten Saga, zumindest zum damaligen Zeitpunkt, dem Zusammentreffen von Jerle Shannara mit dem Dämonenlord. Der nachfolgende Abschnitt, beginnend mit "Die Hexe von Shannara" springt ungefähr 130 Jahre in der Zeit voraus. Hier wird von den Abenteuern der Besatzung des Luftschiffes mit Namen Jerle Shannara berichtet.
Ich erinnere mich gern an die ausgehenden 70er Jahre, als es noch nicht sehr viele Fantasy-Bücher gab. Es war die Zeit, als ich den Herrn der Ringe gelesen hatte und mehr Bücher in dieser Richtung lesen wollte. Damals erschienen die Romane von Terry Brooks noch im Wilhelm Goldmann Verlag. Die ersten Abenteuer von Shannara waren für mich damals wundervoll. Heute würde ich sie wahrscheinlich anders betrachten. Und nun kommt eine neue Trilogie auf den Markt. Lange Zeit galt der Roman "Der Ausgestoßene von Shannara" als Vorgeschichte, dies müssen wir nun revidieren. Terry Brooks greift die jetzigen Umweltschädigungen auf, um eine neue Vorvorgeschichte zu schreiben.
Der Nachteil im Roman sind Wiederholungen wie auf Seite 328 und 444, um nur zwei wahllos herauszugreifen: "aber das Wort blieb ihm im Hals stecken." Wahlweise: "ihr im Hals stecken", was relativ häufig vorkommt.

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