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Journey to the seventh Planet
Film - Science Fiction (F)

Regie: Sidney W. Pink
Darsteller: John Agar, Carl Ottosen, Peter Monch, Ove Sprogøe, Louis Miehe-Renard u. a.
USA / Dänemark 1962
Laufzeit: 83 min

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Im Jahre 2001 ist die Erde unter der Führung der UN geeint und hat sich von Krieg und Elend verabschiedet. Eine Flotte von Raumschiffen erforscht das Sonnensystem, auf der Suche nach Leben und Möglichkeiten zur Kolonisation.
Das Schiff Explorer 12 unter dem Kommando von Captain Don Graham nähert sich dem Uranus - der bislang noch nicht erforscht wurde.
Seit einiger Zeit empfängt man Radiosignale von der Oberfläche, die Mannschaft von Explorer 12 hat unter anderem die Aufgabe, dem nachzugehen.
Man bereitet sich auf die Landung vor - und erstarrt.... Ein Wesen - offenbar von der Oberfläche des Planeten - meldet sich zu Wort und kündigt die Übernahme der Geister der Besatzungsmitglieder an, um die Erde zu erobern.
Nach mehreren Tagen erwachen die Raumfahrer, wundern sich kurz über ihre etwas plötzliche und lange Bewusstlosigkeit und setzen die Landung fort. Unbemerkt von ihnen ändert sich die Landschaft um das Raumschiff herum von einer öden Wüste zu einem blühenden Wald. Man ist erstaunt - denn eigentlich hatte man eine giftige Atmosphäre und Temperaturen von 200 Grad minus erwartet - und kein Waldstück und eine atembare Sauerstoffatmosphäre. Als die Besatzungsmitglieder das Schiff zur Erkundung verlassen, kommen ihnen noch weitere Ungereimtheiten unter. Alle Pflanzen haben keine Wurzeln, ein Apfelbaum erscheint auf Wunsch und später taucht auch eine Farm aus der Erinnerung von Captain Graham auf.
Der junge deutsche Offizier Karl entdeckt eine unsichtbare Barriere, die sich um ihren Landeplatz und der seltsamen Gegend spannt, als er versucht, seinen Arm durch die offensichtliche Energiewand zu strecken, verletzt er sich schwer, anscheinend ist hinter der Wand der "normale" Uranus (ist ja auch saublöd einfach irgendwo seinen Arm hineinzu strecken - ebenso wird der Apfelbaum ohne langes Überlegen mit einem Biss in eine Fruch begrüsst und dann erst untersucht - sehr wissenschaftlich).
Als Steigerung des ganzen tauchen ehemalige Freundinnen der Besatzungsmitglieder auf und bezirzen allesamt. Captain Graham besinnt sich jedoch seiner eigentlichen Aufgabe und rüstet eine Expedition aus, die die Gegend hinter der Barriere untersuchen soll. Dort entdeckt man nach einem beschwerlichen und gefährlichen Weg eine grünliche Masse, die offensichtllich Leben darstellt.
Auf einer weiteren Expedition, nachdem man sich einigen Angriffen und Fallen erwehren musste, entdecken die Besatzungsmitglieder ein eigentümliches Wesen tief in einer Höhe, das vor langer Zeit auf dem Uranus gestrandet ist, und nun mittels der Besatzung des Explorers einerseits den Planeten verlassen und andererseits einen anderen, nämlich die Erde, beherrschen will.

Solaris meets Alarm im Weltall. Irgendwie kann man sich nicht entscheiden, ob man diesen Film gut finden soll oder ihn eher mit einem Lächeln in die Ecke stellt. Während man sich den Bauten und dem Ausrüstungsdesign mit einem Schmunzeln abwendet (der Raumanzug besitzt als Gesichtsschutz eine seitlich offene Taucherbrille), hat das Konzept um die psychologische Beeinflussung der Besatzung schon einen grossen Reiz. Hier wird nicht mit Laserstrahlen herumgefochten oder mit grossen Bombengeworfen, allein der Geist soll ausreichen, um die Besatzung zu besiegen. Jedoch entscheidet man sich dann eher für das Lächeln, da die einzelnen Charaktere doch zu platt und oberflächlich dargestellt sind. Weiss doch jeder der Besatzungsmitglieder, dass die auftauchenden Frauen nur in ihrem Kopf vorhanden sind - jedoch verlassen sie sofort alle wichtigen Posten und Aufgaben und vergessen alles um sich herum, nur um ihre Lippen auf die der Mädchen zu pressen. Wenn das die Männlichkeit der sechziger Jahre darstellt, bin ich froh, später geboren zu sein.
Meine Bewertung: 5 von 10 Punkten

P.S.: Die Viecher, die man fleissig auf dem Filmposter abschiesst, tauchen im Film nie auf...

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