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Jagdfieber
Film - Animation

Titel: Jagdfieber
Originaltitel: Open Season
Regisseure: Roger Allers, Jill Culton, Anthony Stacchi
Deutsche Stimmen: Jürgen Vogel, Alexandra Neldel, Oliver Stritzel, Wolfgang Spier, Jörg Hengstler, Engelbert von Nordhausen, Christian Gaul, Christel Merian, Tobias Kluckert
FSK: ohne Einschränkung
Laufzeit: 83 min
USA 2006

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Ein CGI-Trickfilm ähnlich wie "Madagascar" und die erste Kinoproduktion von Sony Pictures Animation: Schon mal von einem Grizzly gehört, der eine Suite in einer Garage hat? In Hollywoods neuestem Animationshit kann man ihn auch sehen - und Vollzeit Spaß haben. Der knapp 1 Tonne gewichtige, handzahme Grizzly Boog (im US-Original mit der Stimme von Martin Lawrence, u.a. "Bad Boys") und der schmächtige Hirsch Elliot (Ashton Kutcher, u.a. "Butterfly Effect") verirren sich ausgerechnet zum Beginn der Jagdsaison im Wald. In der Not beschließt das ungleiche Duo, aus der Not eine Tugend zu machen Denn nur zusammen sind sie stark. Natur pur ist für Boog ein heftiger Schock. Nur ein Gedanke kreist in seinem Kopf: zurück zu Beth, zurück ins gelobte Land, das sich Garage nennt. Aber der Hirsch bockt, will seinen Freund nicht führen und an die Zivilisation verlieren. Schließlich macht sich das ungleiche Duo auf nach Timberline. Dort allerdings rüsten sich bereits die Jäger für die Jagdsaison, die in drei Tagen beginnen soll. Den Tieren hilft nur eins: zusammenhalten und den Wald zurückerobern. Mit Hilfe anderer tierischer Waldbewohner wollen sie nun versuchen, den Wald, vor allem sich selbst, zu schützen. Ebenfalls einfallsreich sind die Sidekicks. Hier stechen zwei Arten hervor. Die schottischen Eichhörnchen (leider nur mit wenigen Auftritten) und die niedlichen Häschen, die für so ziemlich jede Handlung zweckentfremdet werden. Sie erinnern an die grünen Männchen aus "Toy Story" und bergen die Gefahr, dass man jetzt den eigenen Rammler auch mal ans Fenster knallt oder sich das Gesicht damit abwischt. Was die beiden Drehbuchautoren Steve Bencich und Ron J. Friedman („Himmel und Huhn“, „Bärenbrüder“) mit „Jagdfieber“ ausgetüftelt haben, ist augenscheinlich genau das, was mittlerweile sehr anspruchsvolle Kinder (und Erwachsene ebenso) erwartet.
Jeder benutzt diesen Begriff, kaum einer kann ihn definieren: Was bedeutet eigentlich CGI? Der Gebrauch des Computers im Bereich der Animation bedeutet nicht, dass ein Bild mit einem einfachen Knopfdruck entstanden ist. Der grundsätzliche Unterschied zwischen klassischer 2D-Animation und CGI liegt in den verwendeten Arbeitsmitteln. Der Künstler, der einst mit Bleistift und Papier zeichnete, kann nunmehr die Tastatur und Maus nutzen, um Bilder zu zeichnen und zu gestalten. Diese Technik erfordert ebenso viel Geschick, Erfahrung und harte Arbeit wie andere Animationen. Ursprünglich war CG-Animation den Studios vorbehalten, die Millionen in die Ausbildung von Talenten und in die Entwicklung entsprechender Computer Programme investierten. Mit richtiger Software (z.B. Flash) wurde ein Medium entwickelt, mit dem jeder, der einen Computer bedienen kann, auch einen animierten Film kreieren könnte

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