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Titel: Invasion vom Mars Originaltitel: Invaders from Mars Regie: William Cameron Menzies Drehbuch: John Tucker Battle, Richard Blake Musik: Mort Glickman Darsteller: Mort Glickman, Arthur Franz, Jimmy Hunt, Leif Erickson, Hilary Brooke, Morris Ankrum, Max Wagner u.a. Laufzeit: deutsche Version: 78 min, deutsche DVD Version: 81 min, US-Version: 83 min FSK: 12 Jahre USA; 1953
Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer (weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)
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Der junge David ist Hobbyastronom und steht oftmals früher auf, um eine interessante Sternenkonstallation beobachten zu können. Doch in dieser Nacht ist alles anders: Was sich wie nahender Donner eines Gewitters anhört, entpuppt sich als billige Taiwan-Untertasse, die über den Baumwipfeln ins Tal stürzt. Aufgeregt weckt er seine Eltern, die ihm natürlich erst mal nicht glauben. Am nächsten Morgen geht der Vater, trotzig noch im Bademantel bekleidet, auf die Suche und verschwindet urplötzlich. Auch die alarmierten Polizisten, die die jammernde Ehefrau für völlig meschugge halten, düsen per wundersam tricktechnisch hergestelltem Treibsand eine Etage tiefer. Liegt da das Raumschiff? Das wird noch zu beantworten sein, denn die gesuchten Personen tauchen wieder auf. Natürlich haben sie eine frische Operationsnarbe im Nacken und verhalten sich seltsam. Erst als sich David an Dr. Blake, die hübsche Landärztin von nebenan, wendet, wird ihm Glauben geschenkt. Auch sie hat die seltsamen Reaktionen verschiedener Stadtbewohner bemerkt. Beide wenden sich in ihrer Not an den berühmten Astronomen (an wen auch sonst?) Dr. Kelston, der sich die Geschichte auch ohne Nachfrage und Kommentar anhört. Kaum ist das letzte Wort gesprochen, als er zum Telefon greift und irgendwelche Agentencodewörter von sich gibt. Doch den General, den er eigentlich sprechen wollte, entdeckt er kurze Zeit später genau an der Stelle, an der alle in diesem Film verschwinden. Die amerikanische Armee (leiser, immer lauter werdend erklingt patriotische Musik!) ist jedoch allen Widerständen zum Trotz immer noch handlungsfähig! In Person von Colonel Fielding wird hier auch ein älterer Herr in Gang gesetzt, der in Erinnerung an vergangene Schlachtfelder auf den Ebenen Belgiens, ganze Eisenbahnzüge voller Panzer in Gang setzt. Doch warum greifen die Außerirdischen an? Ganz klar, die Menschen - natürlich unter der Leitung von Dr. Kelston - haben eine Atomrakete entwickelt, mit der sie den Mars angreifen könnten. Kein Wunder, dass die dortigen Bewohner not amused hierher fliegen und das Gerät zerstören wollen.
Gott sei Dank ist der Film in klare Sektionen eingeteilt, damit sich das mit dem Vorspulen auch nicht so schwierig darstellt. Rund 20 Minuten gesamt sieht man nichts anderes als rangierende Panzer, Panzer, die auf Waggons auffahren, Panzer, die auf Waggons befestigt werden, Panzer, die abgeladen werden, Panzer, die in Stellung gehen und Panzer, die blindlings drauflos schießen. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Szenen legen, in der Panzer Büsche niederfahren. Weitere 20 Minuten sieht man Soldaten, froschähnliche Ungetüme und Kinder in einem weitläufigen Tunnelsystem herumlaufen, das nur aus zwei Bauten besteht, das in den verschiedensten Winkeln abgefilmt wird. 15 Minuten wird auf grabende und suchende Soldaten verschwendet und der Rest des Filmes widmet sich dann den unwichtigen Dialogen und dem Handlungsaufbau. Mehr muss man dazu nicht sagen. "Invasion vom Mars" ist eine Ansammlung aller möglichen SF-Thrash-Elemente und das Ergebnis feuchter Pulp-SF-Heftromane aus den 50ern. 1986 erschien ein Remake des Filmes mit demselben Titel.
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Hollywood-B-Movie der Fünfzigerjahre undenkbar! Aus Taiwan kam die Untertasse
damals sicher nicht, denn zu jener Zeit war Taiwan noch eine Insel von
Ackerbauern. Tatsächlich ist überhaupt kein Untertassenmodell in dem Film
verwendet worden, denn in der kurzen Szene, wo man sie landen sieht, wurde mit
einem optischen Effekt gearbeitet - die Untertasse ist nichts weiter als nur ein
grüner Fleck in Untertassenform.
Die ständigen Stock footages von auffahrenden Panzerverbänden nerven in der Tat
in dem Film, sie sind sehr ermüdend. Doch den Rest des Films habe ich längst
nicht so schlimm empfunden, wie er hier wegkommt - und das trotz (!) der grünen
Plüschoveralls der Marsianer! Pulp-SF? Ja, warum denn nicht??? Den Kopf der
marsianischen "Intelligenz" in einer Plexiglaskugel, versehen mit
zuckenden Tentakeln, ist schon eine coole Idee - Originalität hin od...