| Titel: Im Schatten des Elfenmonds Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber |
Die beiden Cousinen Gwen und Findabhair finden Elfen schon immer faszinierend. Das Volk der irischen Sagen und Legenden hat etwas Anziehendes auf die beiden jungen Leute. Also planen sie eine Rucksackreise auf der Insel. Ihr Ziel sind die besonderen Punkte, an denen man das Elfenvolk besonders häufig gesehen haben will. Sie wissen dabei nicht, dass der Herrscher des Feenvolkes eine menschliche Braut sucht. Er verfällt natürlich ausgerechnet auf Findabhair.
Finvarra, der Herrscher des Elfenvolkes, nutzt die Gunst der Stunde und entführt Findabhair. Gwen, die allein zurückbleibt, macht sich auf die Suche nach ihrer Cousine. Hier beginnt ein gefährliches Abenteuer, in dem Gwen und Findabhair beweisen müssen, was Freundschaft bedeutet. Sie wachsen an der Bedrohung durch das Elfenvolk und erkennen, dass es weitaus mehr gibt, als nur die verwandtschaftlichen Bande. Aber es gibt noch etwas anderes. Da ist der gefährliche Jägermond, der für Findabhair eine Gefahr darstellt. Gleichzeitig gibt der verliebte Finvarra Findabhair frei. Damit ist aber noch nicht alles geregelt. Die Auseinandersetzung folgt erst noch.
Wie auch Keith Donohue nimmt die Autorin O. R. Melling Bezug auf das Gedicht "Das gestohlene Kind" von W. B. Yeats. Die Autorin geht sogar noch einen Schritt weiter und nennt eine ihrer Figuren nach ihrer Tochter Findabhair. Damit wird sicher klar, dass es ein Buch war, um die eigene Tochter zu erfreuen. Und es war scheinbar gut genug, um andere zu überzeugen, das Buch herauszugeben. Eine Zeit lang wurde das Buch unter dem Titel "Unter dem Elfenmond" angekündigt. Warum es nicht wie im Original "Jägermond" heißt, entzieht sich meiner Kenntnis. Damit hat O. R. Melling sicherlich nicht nur für sich und ihre Tochter ein lesenswertes Buch geschrieben.