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Startseite - Film - Horror & Mystery - House of 9
House of 9
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: House of 9
Regie: Stephen R. Monroe
Drehbuch: Phillipe Vidal
Produktion: Philippe Martinez, Karen A. Hamilton, Alan Latham
Darsteller: Dennis Hopper, Kelly Brook, Peter Capaldi, Susie Amy, Hippolyte Girardot, Asher D.
Musik: Mark Ryder, Charles Olins
FSK: 16
Laufzeit: ca. 87 Min.
GB; Rumänien; Deutschland; F 2005
Deutscher Vertrieb: e-m-s

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Was haben ein ehemals vermögendes Paar (Hippolyte Girardot, Julienne Davis), ein Polizist (Raffaello Degruttola), eine Tänzerin (Kelly Brook), ein Modedesigner (Peter Capaldi), ein Society-girl (Susie Amy), ein aufsteigender Rapstar (Asher D), eine Drogendealerin (Morven Christie) und ein Priester (Dennis Hopper) gemeinsam? Zunächst rein gar nichts. Aber sie alle spielen eine Rolle in Steven R. Monroes neuem Werk "House of 9". Diese 9 Persönlichkeiten werden entführt,um in ein prunkvolles, vollverriegelts Haus eingesperrt zu werden..

Eine böse "Big Brother"-Variante:Ein Film nahe am medialen Zeitgeschehen. So könnte man das charmant ausdrücken. Denn das Grundkonzept von "House of 9" ist denkbar einfach: neun Menschen, die sich nicht kennen, werden gemeinsam an einem mysteriösen Ort eingeschlossen, der am ehesten an ein unterirdischen Herrenhaus gemahnt. Fenster oder (funktionierende) Türen nach außen gibt es keine. Eine Lautsprecherstimme verkündet, dass nur der letzte Überlebende das Haus verlassen darf - und das um fünf Millionen reicher. Und weil der unbekannte Gastgeber kein Spaßverderber ist, hat er sich um eine abwechslungsreiche Gästeliste bemüht. Vom Priester, über Cop und Fashion-Designer, bis zum Gangster-Rapper ist alles vertreten, was das Voyeuristenherz begehrt.

Ein enormer Druck lastet auf den Mäusen im Schlangenloch, klar, dass dieses unfreiwillige Wohnambiente schnell ausgereizt wird: Darf der Polizist seine Pistole behalten? Wird der schwarze Rapper seinem Gangster-Image gerecht? Was für ein Geheimnis verbirgt der Designer? Ist die Tänzerin gefährlich? Warum denkt die ehemalige Tennis-Starspielerin nur an sich? Kann sich das Junkiegirl beherrschen? Und könnte der Pfarrer (Dennis Hopper) je zum Mörder werden für Geld?

Nach wenigen Minuten fühlt sich der Zuschauer an h SAW 2 (für ein sadistisches Spiel in ein Haus eingeschlossene Gruppe) und Cube (Personen werden scheinbar grundlos eingesperrt und eine Psychostudie beginnt) erinnert.. Doch auch Streifen wie "Halloween Resurrection", " 13 Geister" (die Sterilität und Ästhetik des Hauses) und sogar "Hostel" tauchen als Fragmente auf. Allerdings müssen diese ganzen Ähnlichkeiten relativiert werden. "House of 9" entstand vor "Saw 2". Im Gegensatz zu einigen Vertretern des Genres liegt auch das Hauptaugenmerk nicht im kreativen Abschlachten der Charaktere, sondern bei dem Psychospiel zwischen den einzelnen Individuen. Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf den bizarren Verhaltenmodi der festgehaltenen Personen. Und deren irrationale Reaktionen auf das Psychospiel nehmen stetig immer grausamere Formen an.

Der perfide Streifen interessiert sich eher für Fragen einer " Gruppendynamik" und Moral. So bauen sich zum Beispiel in der Gefangenschaft wie von selbst flugs dieselben Machtstrukturen wie in der Außenwelt auf. Der mit der Knarre hat das Gewaltmonopol und alle, die gegen seine Regeln verstoßen, werden bestraft und eingesperrt. Auch sind die ersten Todesfälle vielmehr Folge von persönlichen Herrschaftsrangeleien und Eifersüchteleien. Charles Darwin hätte seine helle Freude daran gehabt.

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