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Hostel
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Hostel
Originaltitel: Hostel
Regie & Drehbuch: Eli Roth
Darsteller: Jay Hernandez, Derek Richardson, Eythor Gudjonsson, Barbara Nedeljakova, Jan Vlasák, Jana Kaderabkova, Jennifer Lim, Keiko Seiko, Lubomir Bukovy, Jana Havlickova, Rick Hoffman, Petr Janis, Takashi Miike, Patrik Zigo, Milda Jedi Havlas, Martin Kubacák, Miroslav Táborský, Paula Wild, Vladimir Silhavecky, Barbora Oboznenkova, Daniel S. Frisch, Radomil Uhlir u. a.
Musik: Nathan Barr
FSK: SPIO/JK geprüft, keine Jugendfreigabe
Laufzeit: 89 Min
USA, 2005

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Sie suchen das Abenteuer und finden das nackte Grauen! Die beiden abenteuerlustigen College-Freunde Paxton und Josh sind mit ihrem neuen Kumpel, dem Isländer Oli, mit dem Rucksack unterwegs auf Europa-Tour. Da bekommen sie einen Geheimtipp: Abseits der üblichen Reiserouten soll im tiefsten Ost-Europa ein Nirwana für Backpacker liegen - ein Hostel in der Slowakei, in dem atemberaubende und obendrein noch willige Frauen auf sie warten. Und tatsächlich: Die Freunde lernen die beiden Schönheiten Natalya und Svetlana kennen und sie haben die Zeit ihres Lebens. Doch die währt nur kurz. Zu spät bemerken sie, dass sie in einer tödlichen Falle sitzen. Flucht ist unmöglich - sie stecken bereits mitten in den finstersten Abgründen der menschlichen Natur. Was sie dort erleben, ist so unvorstellbar, dass es alles in den Schatten stellt, was an Grausamkeit und Perversion bislang bekannt war und nur als Mythos galt. Haben sie eine Chance, diesen Alptraum zu überleben?

Menschenverachtende Metzel-Metzger-Filme sind zurzeit in. Das lässt sich nicht nur an "Saw" festmachen. Als ultrabrutal und nichts für schwache Gemüter annonciert. Denn hier werden Finger abgezwackt, Sehnen zerschnitten, Augen aus den Höhlen gepult. Dieses erwartungsvolle Statement in den breitgestreuten Vorankündigungen war kein bloßes Lippenbekenntnis eines horriblen Urlaubes, der von Quentin Tarantino als Produzent präsentiert wurde und sehr erfolgreich in den Kinos lief.

"Hostel" bezeichnet normalerweise den international gebräuchlichen Begriff für eine Herberge, ursprünglich Unterkünfte für schwarze Wanderarbeiter aus Apartheids-Zeiten. Hier erlebt das Refugium indes eine völlig andere Dimension: Die beiden US-Rucksacktouristen Paxton (Jay Hernandez) und Josh (Derek Richardson) wollen auf ihrer Tour quer durch Europa nur eines: Spaß. Alkohol, leichte Drogen und Girls pur. In dem Isländer Oli (Eythor Gudjonsson) finden sie bei ihrem letzten Trip einen Verbündeten auf ihrem Bums- und Bummelzug in der schönen alten Welt. In Amsterdam gibt ihnen der Russe Alex (Lubomir Bukovy) einen unschlagbaren Geheimtip. In einer Herberge in Bratislava soll ein Backpacker-El Dorado mit aparten, vor allem willigen Frauen liegen. Das Trio macht sich gleich auf in die Slowakei und erlebt Abenteuer, die ihre kühnsten Träume übertreffen.

Die lokalen Schönheiten Natalya (Barbara Nedeljakova) und Svetlana (Jana Kaderabkova) ziehen Paxton und Josh in ihren Bann. Oli ist nach einer durchzechten Nacht plötzlich spurlos verschwunden. Seine beiden Freunde suchen sofort, bleiben jedoch erfolglos. Als auch Josh still von der Bildfläche verschwindet, ahnt Paxton, dass alle Beteiligten in einer bestialischen und absolut tödlichen Falle stecken; es gibt kein Entrinnen.

Produzent ist unter anderem der amerikanische Regisseur Quentin Tarantino. In den USA startete der Film am 6. Januar 2006 und spielte bei einer Finanzierung von ca. 4,8 Millionen US-Dollar allein am ersten Wochenende 20 Millionen US-Dollar ein, was ihn auf Platz 1 der US-amerikanischen Kinorangliste brachte. Ursprünglich sollte der Film nicht nach Deutschland kommen. Nach seinen Erfolgen in den USA entschied sich Sony Pictures Germany jedoch, den Film auch in die deutschen Kinos zu bringen. Das Ekel-Kino vom Feinsten. Und so bejubeln die Medien Eli Roth als zukünftigen Horrorfürsten; nach seinem gefeierten Debüt "Cabin Fever" hat der junge Autor und Regisseur erneut ein grimmiges, grausiges und zutiefst verstörendes Exponat geschaffen.

 

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