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Bibliographien (kurz)

Hohle Köpfe

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Serie / Zyklus: Scheibenwelt
Titel: Hohle Köpfe
Originaltitel: Feet of Clay (1996)
Autor: Terry Pratchett
Übersetzer: Andreas Brandhorst
Verlag / Buchdaten: Goldmann

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Hauptmann Mumm und seine Stadtwache haben plötzlich viel zu tun. Zum einen werden scheinbar willkürlich Bürger der Stadt ermordet und keine kann so recht die Verbindung sehen. Zum anderen benehmen sich die Golems, seit Äonen geschätzte Mitglieder der Gesellschaft, wenn es darum geht, stumpfsinnige, harte Arbeit zu verreichten, in letzter Zeit sehr seltsam. Und dann wird noch ein Anschlag auf das Leben des geschätzten Patriziers von Ankh Morpork verübt. Dabei möchte Mumm eigentlich nichts anderes machen als endlich die Frage klären, was für ein Wappen für seinen neuen Stand, den er letztendlich errungen hat, wählt. Eine Sache, die Mumm eigentlich egal wäre, aber eben nicht seiner Frau, Lady Käsedick. Zu guter letzt gibt es noch ein neues Mitglied in der Wache, einen Zwerg, der eigentlich eine Zwergin ist, doch in der Geschlechterfrage sind sich selbst Zwerge oft unsicher und wie soll das dann ein Nicht-Zwerg wissen?

Hohle Köpfe ist einer der ganz großartigen Scheibenweltromane und dies ist sicherlich einer der besten Romane um die Wache von Ankh Morpork. Es gelingt dem Autor nicht nur, mit spitzer Feder Pointe an Pointe zu reihen, sondern auch eine verschachtelte Kriminalgeschichte im allergrößter Fantasy Art zu erzählen.
Im Gegensatz zu seinen früheren Werken, die von einem eher Slapstick artigen Humor geprägt waren, biete der Terry Pratchett nun hier mit diesem Roman eine wohldurchdacht und fein geplante Geschichte, die einfach funktioniert und den Leser von Anfang bis zum Ende hin fesselt. Und für den, der dem feinen Wortsinn verfallen ist, bietet er auch noch die eine oder andere Pointe.
Keine Frage: Dies ist Terry Pratchett at his best. 9 von 10 Punkten.

Noch eine Anmerkung zum Titel: Obwohl Andreas Brandhorst als Übersetzer der außerordentliche schwierigen Aufgabe, die geistreichen Wortspiele Terry Pratchetts ins Deutsch zu übersetzen ist der deutsche Titel nicht gut gewählt, denn Feet of Clay läßt sich hervorragend mit Auf tönernen Füßen übersetzen. Vielleicht tue ich dem Übersetzer auch unrecht und der Titel ist auf dem Mist eines Verlagsmannes gewachsen.

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