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Hintergründe zum Pern-Zyklus: Die Whers

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Ein Artikel von Tai

Der Beitrag wurde uns freundlicherweise von www.dragonsong.de zur Verfügung gestellt.

 

 

Whers sind das Ergebnis des zweiten - von Windblüte unternommenen - Versuchs, Drachen zu züchten. Nach dem Tod ihrer Großmutter Kitti Ping verfiel Windblüte in einen unerschütterlichen Pessimismus. Sie beharrte strikt auf ihrer Meinung, die ersten geschlüpften Drachen müssten fehlerhaft sein - wahrscheinlich in dem Irrglauben, der erste Versuch müsse zwangsläufig immer fehlschlagen. Doch sie hätte einerseits der Genialität ihrer Großmutter vertrauen sollen (denn die 18 geschlüpften Drachen der ersten Generation entpuppten sich als in jeglicher Hinsicht perfekt) und andererseits die Formeln der Eridani wesentlich gründlicher studieren sollen, denn ihr eigener Versuch der genetischen Manipulation schlug großteils fehl und produzierte: die Whers.

Whers ähneln äußerlich unterentwickelten Drachen mit verkümmerten Flügelstummeln. Sie haben dieselbe glatte, weiche, haarlose Haut wie sie und kommen auch in den fünf bekannten Farben vor. Weil sie mit ihren verkümmerten Flügeln allerdings nicht fliegen können, gibt es bei ihnen keine Paarungsflüge wie bei den Drachen, sondern das Geschehen spielt sich nur auf dem Boden ab. Daher sind die Gelege von Whers im Allgemeinen auch sehr klein und nicht alle Eier schlüpfen aus.

Auch Whers binden sich beim Schlupf an bestimmte Menschen. Allerdings ist diese Bindung nicht mit der zwischen Drachen und ihren menschlichen Partnern zu vergleichen. Ein Wher wird beim Tod seines Menschen keinen Selbstmord begehen - was überhaupt schwierig wäre, da sie nicht die Fähigkeit beitzen, ins Dazwischen zu gehen - sondern überträgt seine Loyalität statt dessen auf Familienmitglieder des Verstorbenen.

Eine der fehlgeschlagenen Modifikationen Windblütes betraf die Augen. Die Whers sind daher aufgrund des Fehlbaus ihrer Facettenaugen im höchsten Maße photophob. Sie ertragen es nicht, dem Sonnenlicht ausgesetzt zu werden - es verursacht ihnen Schmerzen. Ihre Nachtsichtfähigkeit dagegen ist hervorragend. Darüber hinaus besitzen sie extrem gut ausgebildeten Gehör- und Geruchssin.

Aus diesen Gründen wurden sie anfänglich zur Erkundung der ausgedehnten Tunnel- und Höhlensysteme auf dem Nordkontinent eingesetzt, wobei sie sich als nützlich erwiesen, weil sie die Bergleute vor Gefahren wie Gas oder instabilen Stollen warnten.

Später bürgerte sich die Gewohnheit ein, die Whers als Wächter für die Holds einzusetzen. Whers haben zwar nur eine begrenzte Intelligenz, sie können nur einfache Befehle erlernen und können auch nicht sprechen. Sie sind in der Lage, Bilder und Gefühle zu senden - aber nur an die Person, an die sie sich gebunden haben oder an Drachen und Feuerechsen.
Sie sind ausgesprochen territorial und bewegen sich unheimlich schnell. Außerdem können sie darauf trainiert werden, die Angehörigen ihres Holds zu erkennen und beim nächtlichen Auftauchen von Fremden Alarm zu schlagen. Whers werden jeden umbringen, der ihnen nicht von der Person, auf die sie geprägt sind, als Haushaltsangehöriger vorgestellt wurde. Daher werden sie im Allgemeinen an starken Ketten gehalten.

Insofern hat sich Windblütes Experiment nicht als völliger Fehlschlag entpuppt. Zur Fädenbekämpfung sind die Whers jedoch natürlich absolut nicht einzusetzen.
Auch ist über die Jahrhunderte hinweg ihr Aussehen wohl mehr und mehr degeneriert, so dass zur Zeit des neunten Passes niemand mehr ernsthaft eine enge Verwandschaft der Whers mit den Drachen in Betracht zieht. Generell werden sie als zwar nützlich, doch sehr abstoßend bezeichnet und nur wenige Leute geben sich überhaupt mehr als notwendig mit ihnen ab.

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