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Startseite - Film - Horror & Mystery - Headspace
Headspace
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Headspace
Originaltitel: Headspace
Regie: Andrew van den Houten
Drehbuch: Steve Klausner
Darsteller: Olivia Hussey, William Atherton, Sean Young, Mark Margolis, Larry Fessenden, Erick Kastel, Dee Wallace-Stone, Udo Kier, Christopher Denham, Karen Anderson, Jeanette Arnone, David Austin, Elwaldo Baptiste, Teodorina Bello, Stephen Benson, Matthew Biancaniello, Richard Blauvelt, Paul Boritzer, Dr. R.D. Bowers, Agata Bowman, John Bradford, Guiseppe Cataldo, Sigmund Cranmore
FSK: 18 Jahre
Laufzeit: 90 min
USA 2005

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Psychothriller meets Monster-Splatter in einem stark besetzten, elegant fotografierten und vergleichsweise originellen Low-Budget-Horrordrama, das den Geist nicht beleidigt und die Schreckmomente wohl zu platzieren weiß. Eine starke Besetzung vereint bewährte Veteranen des Genres wie Dee Wallace-Stone und Udo Kier mit großen Namen der Vergangenheit (Olivia Hussey, Sean Young), Co-Star William Atherton (der Journalist aus den "Stirb Langsam"- Filmen) produzierte auch. Ein guter Tip für Horrorfreaks, aufgeschlossene Arthouse-Cineasten und Schachspieler. Alex Borden (Christopher Denham) soll ein gut aussehender, charmanter und intelligenter junger Mann sein. Tatsächlich ist er eine verlauste Flachpfeife. Nach einem Schachspiel mit einem noch verlausteren Typ im Park fühlt er plötzlich, wie seine Intelligenz zu wachsen beginnt. Da war auch noch Platz nach oben. Anderen Leuten bluten die Nasen, und Alex kämpft mit Flashbacks von seinen Eltern und seinem verschwundenen Bruder. Was zuerst wie eine Hommage an Cronenbergs Birnen-Bomben „Scanners“ aussieht, wird zur bizarren Farce mit Latex-Unholden. Nach dem splattrigen Tod von „Die Hard“-Dumpfbacke William Atherton (der auch produzierte) folgt eine liebenswürdig unmotivierte Erotik-Szene, aber schon kurze Zeit später übt sich Headspace wieder in intelligenteren Gefilden. Die Konsistenz seiner Rübe ist jedoch löchriger als ein Emmentaler. Udo Kier ist es, der dem Ganzen kurz vor Schluss für ein paar Minuten Würde und Intensität einhaucht. Das weiß auch van den Houten, der Kier glücklicherweise in extremen Close-Up-Kamerabildern gut und genau agieren lässt. Überhaupt der Interessanteste in diesem Film - Udo Kier: Der hat in seiner internationalen Karriere in weit über 160 Kinofilmen mitgespielt. Er ist einer der wenigen deutschen Schauspieler, die es via Hollywood zu Weltruhm brachten. Er spielte z. B. an der Seite von Nicole Kidman, John Malkovich und Arnold Schwarzenegger. Sein stechender Blick und die meist diabolischen Rollen, insbesondere des Vampirs, machten ihn zum Kultstar. Bei einem Ferientrip nach Cannes lernte er Jean Marais und Krupp-Sprößling Arndt von Bohlen und Halbach kennen. Vom warmen Arndt ließ Kier sich nach eigener Aussage einige Zeit lang aushalten. Mit 19 Jahren kam Kier nach London und schlug sich dort als Kellner durch. Abends besuchte er die Schauspielschule und lernte den italienischen Meister-Regisseur Luchino Visconti sowie den österreichischen Schauspieler Helmut Berger kennen. Seine Homosexualität betrachtet Udo Kier als eine Art Promotion und lebt dementsprechend offen schwul. Und das in einer noch heiklen Anti-Tunten-Agitprop-Ära, den in vielen Gebieten noch postkonservativen Siebzigern ...

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