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Startseite - Film - Science-Fiction - Hardware - M.A.R.K. 13
Hardware - M.A.R.K. 13
Film - Science Fiction (F)

Titel: Hardware - M.A.R.K. 13
Originaltitel: Hardware
Regie u. Drehbuch: Richard Stanley
Produktion: Bob u. Harvey Weinstein
Darsteller: Dylan McDermott, Stacy Travis, John Lynch, Iggy Pop, Lemmy.
Musik: Simon Boswell, Paul Barker, Al Jourgensen, Motörhead
Laufzeit: ca. 93 Min.
FSK: 18
Deutscher Vertrieb: Laser Paradise
USA 1990

Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann
(weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)

Mit "Hardware" kreierte Regisseur Richard Stanley einen postatomaren Thriller der Extraklasse. Dieser Film, der mit zwei Preisen für Beste Special Effects sowie Beste Regie ausgezeichnet wurde und den Silbernen Raben als Bester Film erhielt, kann als eine Mischung aus "Alien", "Soylent Green" und "Mad Max" bezeichnet werden.

Der Film erzählt die Geschichte des Schrottsammlers Mo, der auf einem ehemaligen Schlachtfeld die Überreste eines Roboters findet, der früher zur Bevölkerungsbegrenzung eingesetzt wurde. Mo liefert die Teile bei seiner Freundin Jill ab, die vor allem den Kopf für ihr neuestes Kunstwerk verwenden kann. Die unzerstörbare Maschine jedoch erwacht in Jills Atelier wieder zum Leben. Von da an herrscht in der Mehrzimmerwohnung ein unerbittlicher Kampf...

Richard Stanley schuf mit seinem Film das Bild einer völlig kaputten Zivilisation, die nicht mehr die Kraft besitzt, sich zu erneuern. Statt dessen vegetieren die Menschen in überbevölkerten Städten vor sich hin und erliegen nach und nach dem Strahlentod. Jeder versucht durch irgendeine Art von Geschäft seine Existenz zu sichern. Kurz vor dem Dritten Weltkrieg steigerten sich Politik und Militär zur absoluten Unmenschlichkeit, indem Killerroboter entwickelt wurden, welche die Einhaltung der Geburtenkontrolle garantieren sollten.

Diese apokalyptische Atmosphäre steigert sich im Kampf zwischen Jill und dem Roboter zu einer surrealen Bildersymphonie. Die klaustrophobische Enge der Wohnung verstärkt dabei die Gefahr und Brutalität, die von der Maschine ausgehen. Trotz dieser düsteren Thematik gelingt es dem Film, nicht ganz zu ernst zu werden, sondern immer wieder auf ironische und schwarzhumorige Weise die Handlung aufzulockern.

Die Special-Effekte schuf das Team von "Termenator". Einige Jahre später kreierten sie auch den Killerroboter in dem Film "Death Machine", der allerdings kaum Beachtung fand. Die Gore-Effekte sind ziemlich krass, so dass "Hardware" für einige Zeit in Deutschland indiziert war.

"Hardware", der in Deutschland unter dem Titel "M.A.R.K. 13" in den Kinos lief, ist sehr sehenswertes Endzeit-Kino. Zusätzlich besitzt dieser Film den Charme der Spätachtziger, was sich unter anderem auch in der musikalischen Untermalung bemerkbar macht. Als Schmankerl gibt es Altrocker Iggy Pop als Stimme des anarchistischen Radiomoderators Angry Bob und Lemmy von der Band Motorhead als Taxifahrer.

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