Gotthard Günther

Vorgestellt von Wiebke Schiefelbein (ElvenArcher).

Gotthard Günther wurde am 15. Juni 1900 als Sohn eines schlesischen Landpfarrers in Arnsdorf, Schlesien geboren. 1921 ging er nach Heidelberg um dort Sanskrit, Sinologie und Philosophie zu studieren, späterwechselte er nach Berlin und machte dort seinen Dr. phil. bei Eduard Spranger über Hegel. Von 1935 bis 1937 arbeitete er als Assistent von Arnold Gehlen an der Universität Leipzig. Aufgrund der politischen Veränderungen in Deutschland folgte er 1937 seiner bereits 1933 emigrierten Frau, der Psychologien Dr. Marie Günther, nach Italien. Von dort reisten beide über Südafrika in die USA, wo sie 1948 eingebürgert wurden.

In Amerika entwickelte Günther seine über Aristoteles hinaus gehende mehrwertige Logik und arbeitet u. a. von 1960 bis 1972 als Forschungsprofessor an der Universität in Urbana, Illinois. Gotthard Günther leistete Beiträge zur Philosophie der Kybernetik und gab Anregungen für die Mathematik, Physik, Psychatrie und Soziologie. Seiner deutschen Heimat blieb er verbunden und hielt bis zu seinem Tode regelmäßig Vorlesungen an der Universität Hamburg.

Neben seiner Arbeit als Philosoph und Denker, entdeckte er in den USA die frühe, technisch-utopisch-orientierte Science Fiction und gab in Deutschland mehrere Bände mit SF-Stories heraus, denen er in der Regel ein Vorwort/Essay vorsetzte. Unter anderem gab er als erster in Deutschland Isaac Asimovs I, Robot heraus.

Der Philosoph, Herausgeber und Autor starb am 29. November 1984 in Hamburg, wo er zusammen mit seiner Frau Marie im jüdischen Teil des Ohlsdorfer Friedhofs beigesetzt wurde.

Pseudonyme:

Keine bekannt

Bibliographie (Auswahl):
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Herausgeber

Titel

Anmerkungen

© Jahr

Überwindung von Zeit und Raum
- Eintrag auf www.sf-leihbuch.de

1952

Sachtexte

Das Bewußtsein der Maschinen

Eine Metaphysik der Kybernetik

1957

Beiträge zur Grundlegung einer operationsfähigen Dialektik

1976

Lebenslinien der Subjektivität

Kybernetische Reflexionen
posthum erschienen

2000

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