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Goke - Vampir aus dem Weltall
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Goke - Vampir aus dem Weltall
Originaltitel: Kyuketsuki Gokemidoro
Alternativtitel: Goke the Vampire / Goke, Body Snatcher from Hell / Body Snatcher from Hell
Regie: Hajime Sato
Drehbuch: Kyuzo Kobayashi, Susumu Takahisa, Kathy Horan
Produktion: Takashi Inomata
Darsteller: Hideo Ko, Teru Yushida, Tomomi Sato
FSK: keine Einstufung in Deutschland
Laufzeit: 81 Min.
Japan 1968

Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann
(weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)

Die völlige Durchgeknalltheit einiger heutiger japanischer Horrorfilme hat ihren eigentlichen Ursprung in den 70er Jahren. Zum einen ist da der Geisterhausfilm "Hausu" zu nennen. Zum anderen der Kult-Trash "Goke", der zuweilen sogar als Film im Stil des italienischen Horror-Meisters Mario Bava beschrieben wird.

Dabei hat "Goke" so ziemlich alles, was eine Trash-Granate braucht: einen heldenhaften Flugzeugpiloten, einen fiesen Politiker, einen Gangster und einen Außerirdischen. Der Film beginnt damit, dass immer mehr Vögel grundlos gegen die Fenster des Flugzeugs knallen. Kurz darauf erscheint der Himmel blutrot. Im selben Moment erhält der Pilot von der Flugsicherung eine Warnung, dass sich eine Bombe an Bord befindet. Das Gepäck wird durchsucht, der Terrorist gibt sich zu erkennen. Mit vorgehaltener Waffe will er eine Kursänderung erzwingen, doch da kollidiert das Flugzeug beinahe mit einem UFO. Es kommt zur Bruchlandung. In unmittelbarer Nähe befindet sich das unbekannte Flugobjekt. Als der Gangster dieses betritt, wird er von einem Alienparasiten befallen und mutiert dadurch zu einem willenlosen Blutsauger, der Passagiere und Crew an den Kragen will...

Wie gesagt, "Goke" ist ein absoluter Trash-Knüller. Dabei schafft es Regisseur Sato, den Zuschauer bei bester Laune zu halten. Zugleich belässt es Sato nicht beim puren Unterhaltungskick, sondern bringt eine harsche Kritik an Politik und der Sinnlosigkeit des Krieges unter. Nicht zuletzt ist genau aus diesem Grunde die Figur des Politikers extrem widerlich und unsympathisch ausgefallen. Im Gegensatz dazu sind die übrigen Figuren Sowohl-als-auch-Charaktere. Das Ende des Films besitzt einen regelrecht endzeitlichen Charakter, der "Goke" trotz genialem Trash-Faktor zu einem überaus düsteren Film werden lässt. Bis dahin jedoch wechselt der Parasit öfters seinen Wirt, so dass die Spannung erhalten bleibt. Die Bedrohung wird somit allgegenwärtig. Der Vergleich mit Bava ist wahrscheinlich durch die Farbgebung zu verstehen. Bava liebte starke, leuchtende Farben, die seine Filme stellenweise wie Gemälde erscheinen lassen. Ähnliches findet man bei "Goke". Auch hier strahlen die Farben und geben dem Film damit einen leicht surrealen Charakter.

Satos eigenwillige Originalität verpasst "Goke" einen recht hohen Unterhaltungswert. Zugleich nimmt der Film in Sachen Kritik kein Blatt vor den Mund und ist im Grunde genommen heute genauso aktuell ist wie anno dazumal. - Mit Sicherheit ein Klassiker.

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