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Startseite - Sekundär - Film - Going to Pieces - Die ultimative Tour durch ein blutiges Genre
Going to Pieces - Die ultimative Tour durch ein blutiges Genre
Sekundär - Film (S)

Titel: Going to Pieces - Die ultimative Tour durch ein blutiges Genre
Originaltitel: Going to Pieces
Regie: Jeff McQueen
Produktion: Rachel Beliosky
Interviewpartner: John Carpenter, Rob Zombie, Wes Craven u. a.
FSK: 18
Laufzeit: 89 Min.
Vertrieb: Ascot Elite
USA 2006

Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann
(weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)

Der Beginn des eigentlichen Slasher-Films liegt im Jahr 1980, als "Halloween" in die Kinos kam. Der Erfolg dieses Filmes führte zu Produktionen zahlreicher weiterer Slashers, von denen viele heute dem Vergessen anheim gefallen sind. Die Welle dauerte bis etwa Mitte der 80er Jahre. Der Grund ihres Verschwindens lag in der vehementen Zunahme an skurriler Brutalität und dem gleichzeitigen Absinken der jeweiligen Handlung. Erst in den 90ern bekam dieses Subgenre durch Wes Cravens "Scream" erneut Aufwind und sorgt bis heute für volle Geldtaschen bei den Produzenten.

Vor wenigen Jahren erschien bereits eine hochinteressante Reportage mit dem Titel "The American Nightmare", die sich mit der Entstehung des Splatter-Movies in den 70er Jahren beschäftigte. Die Dokumentation "Going to Pieces" setzt im Grunde genommen da an, wo "American Nightmare" aufhört. Interessant ist die Reportage schon allein deswegen, da sich bisher niemand wirklich mit den Horrorfilmen der 80er Jahre konkret auseinandergesetzt hat. Der Film folgt der Entwicklung des Slasher-Films, beginnend mit John Carpenters Figur des Michael Myers, und führt gegen Ende auch neuere Filme wie z. B. "Hostel" an. Neben diversen Filmausschnitten, die einen wunderbaren Überblick über die verschiedenen Produktionen liefern, gibt es Interviews mit den Regisseuren. So stehen Wes Craven, John Carpenter, Rob Zombie oder auch Sean S. Cunningham Rede und Antwort. Aber auch Effekt-Künstler wie Tom Savini lassen hinter die Kulissen blicken, wobei sie ihr eigenes Schaffen kritisch unter die Lupe nehmen.

Es werden sowohl ästhetische als auch wirtschaftliche Aspekte dargestellt und gegen Ende kulturelle Fragen nach Wertewandel und Moral erörtert. Leider werden die politischen Hintergründe, die den Slasher-Film der 80er Jahre prägten, nur am Rande skizziert. Auf diesen Punkt ging "American Nightmare" im Hinblick auf die 70er Jahre genauer ein. Die Horror-Meister antworten überraschend offen und sind nicht ohne Kritik, sowohl im Hinblick auf ihr eigenes Tun als auch gegenüber Interessenverbänden, die versuchen, Horrorfilme grundsätzlich zu verbieten.

"Going to Pieces" dürfte daher für Horror-Fans sicherlich interessante Hintergrundinformationen liefern. Aber auch Leute, die gerade beginnen, sich mit diesem Genre auseinanderzusetzen, finden hier interessante Orientierungspunkte.

 

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