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Garuda
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Garuda
Originaltitel: Paksa wayu
Regie, Drehbuch, Produktion: Monthon Arayangkoon
Darsteller: Dan Fraser, Sara Legge, Chalad Na Songkhla, Phairote Sangwaribut, Sornram Theppitak, Yani Tramod
FSK 16
Laufzeit: ca. 110 Min.
Deutscher Vertrieb: e-m-s
Thailand 2004

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Eigentlich bedeutet "Garuda" aus dem Sanskrit in der indischen Mythologie ein Schlangen meuchelndes halb humanes, halb adlergestaltiges Reittier des Vishnu, Sohn des Kashyapa und der Vinata. In der asiatischen Mythologie hat der Garuda zugleich die Bedeutung eines Götterboten, der den Menschen Nachrichten und Anweisungen der Götter überbringt. In vielen asiatischen Ländern (beispielsweise Thailand und Indonesien) wird der Garuda zudem als Hoheitszeichen oder Amtssiegel von den Behörden der Regierung verwendet. Hier handelt es sich jedoch um einen stets hungrigen Drachen: Zugegeben, der sieht aus wie das unfertige Produkt nach der Kopulation von Godzilla mit einem Nymphensittich, doch Freunde des herrlichen B-Movie-Monsterfilms werden ihre helle Freude daran haben:

Bangkok im Jahre 2005: Bei U-Bahn-Grabungen in Bangkok stoßen Arbeiter auf die Spuren eines möglicherweise quicklebendigen Vogelsauriers. Die junge Archäologin Leena (Sarah Legge) bittet die thailändische Regierung um die Erlaubnis für Grabungen. Leena ist die Tochter von Dr. Pierre (Ken Streutker) und seiner thailändischen Frau. Ihr Vorhaben, die Suche nach Überresten einer mysteriösen Spezies von Vogelmenschen, wird jedoch mit aller Gewalt abgelehnt.

Als Grund wird angegeben, dass Leena "nur" Halb-Thailänderin ist und so die mythologischen Traditionen des Landes verletzen würde. Hinzu kommt noch, dass ihr Kollege, der Paläontologe Tim (Daniel Fraser), Amerikaner ist. Leena ist zutiefst enttäuscht, doch schon kurze Zeit später wird sie, natürlich inoffiziell, von der thailändischen Regierung kontaktiert und um ihre fachliche Unterstützung gebeten. Bei Ausbauarbeiten an der Bangkoker U-Bahn ist man auf etwas sehr Seltsames gestoßen, was bald durch einen Stromschlag aus dem ewigen Schlaf geweckt wurde ...

Über einige formale Unzulänglichkeiten, fehlende Logik und teilweise grenzdebile Dialoge kann man hier als Fan von Monsterfilmen, wie sie Japan in den Siebzigern zuhauf präsentierte, gerne hinwegsehen. Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Monthon Arayangkoon kann durchweg stolz auf seinen Debüt-Film sein, ist "Garuda" doch der allererste thailändische Film, der komplett auf HD Digital Video 'gedreht' wurde. So konnte der stets extrem teure Prozess, digitale CGI-Effekte in einen Celluloidfilm zu integrieren, umschlichen werden. Mit einer verhältnismäßig kleinen Mannschaft, man munkelt hier von einem nur siebenköpfigen FX-Team, und den entsprechend geringen Produktionskosten (der Horror-Spaß soll "nur" eine runde Million US-Dollar gekostet haben, war es möglich, einen doch einigermaßen attraktiven Look und monumentale Setdesigns von gigantischen Höhlen und unterirdischen Gängen umzusetzen.

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