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Startseite - Comic - Europäische Comics - Gallien in Gefahr (Asterix Band 33)
Gallien in Gefahr (Asterix Band 33)
Comic - Europäische Comics

Serie: Asterix, Band 33
Titel: Gallien in Gefahr
Originaltitel: Le Ciel lui tombe sur la Téte ["Ihm fällt der Himmel auf den Kopf"]
Text und Zeichnungen: Albert Uderzo
Übersetzung: Klaus Jöken
Verlag: Ehapa (2005), 50 Seiten

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Ganz Gallien ist vom schlechten Geschmack bedroht und niemand wehrt sich! Ganz Gallien? Nein, ein unbeugsames Dorf, bewacht vom großen Übervater Uderzo, wird sich seiner moralischen Aufgabe bewusst und kämpft gegen die modernen Übel der Comiczeichnungen. So wundert es nicht, dass sich einerseits Gelassenheit und andererseits Widerstand im berühmten Dorf an der französischen Westküste bilden, als ihre Region gleich von zwei außerirdischen Völkern heimgesucht wird. Die guten "Tadsylwine" warnen die Gallier vor den bösartigen "Nagmas", welche gegen die ersteren schon seit Urzeiten Krieg führen. Die alte Leier eben. Wenn man nicht den "9live"-Filter einschalten und erkennen würde, dass sich hinter den guten Tadsylwine der Name Walt Disney und hinter den verabscheuungswürdigen Nagmas natürlich die Mangas verbergen. Und so führen die beiden Rassen auf gallischem Boden einen Stellvertreterkrieg für den guten Geschmack - oder das, was Uderzo dafür hält. Dass hier eine der berühmtesten Comicserien derart in die Lächerlichkeit gezogen wird, dass es, um es mit Obelix Worten zu sagen, der Sau graust, scheint ihm egal zu sein. Flache Wortwitze, ein ins Unendliche gezogenes Ende, um die erforderliche Seitenzahl eines Comicalbums zu erreichen, sind nur die Spitze eines grausamen Eisberges. Die Werkzeuge der Tadsylwine, sogenannte Superklone, gleichen dem berühmten Superman aufs Haar - bis auf das Antlitz - denn das ist das von "Terminator" Schwarzenegger. Deswegen heißen die Superklone im Comic auch gleich Shwor-Zis... Dazu kommen noch diverse technische und logische Unmöglichkeiten, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.
Die Story an sich ist gleich erzählt: Die Bösen wollen die Guten besiegen und zwar mithilfe der Geheimwaffe der Gallier, die nichts anderes darstellt, als den berühmten Zaubertrank. Dass das nicht klappt, kapiert man schon nach vier Seiten. Ende.

Wenn's nicht Asterix wäre, hätt' ich glatt ein paar Punkte vergeben, aber angesichts dieses Werkes, das in die berühmte Comicserie sich einfügen soll, weigere ich mich, überhaupt einen einzigen abzugeben!

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