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Startseite - Film - Science-Fiction - Galaxy Quest - Planlos durchs Weltall
Galaxy Quest - Planlos durchs Weltall
Film - Science Fiction (F)

Titel: Galaxy Quest - Planlos durchs Weltall
Originaltitel: Galaxy Quest
Regie: Dean Parisot
Drehbuch: David Howard, Robert Gordon
Darsteller: Tim Allen, Sigourney Weaver, Alan Rickman, Tony Shalhoub, Sam Rockwell, Daryl Mitchell, Enrico Colantoni u.a.
Musik: David Newman
FSK: 12
Laufzeit: 102 min
USA 1999

Eine Besprechung / Rezension von Andreas C. Lazar
(weitere Rezensionen von Andreas C. Lazar auf fictionfantasy findet man hier oder auf seiner Webseite moviebazzar.de)

Ey Alder, ich schwör, isch hab voll den geilen Film gesehen. Fährt so die Kamera so 'ne Höhle entlang - voll die geile Musik, Mann, mit Raumklang in krass das Ohr! Kommt so goldenes Zeichen - voll mystisch, Mann, "Dolby Digital"! ...Ja, oftmals sind die Sound-Trailer das einzig Gute an einem Film. Bei Galaxy Quest ist das aber zum Glück nicht so.

Auf einer Convention lassen sich der überraschend gut spielende Heimwerker und aufgeblasene William-Shatner-Verschnitt Tim Allen, eine sehr blonde und attraktive, aber etwas bemüht witzige Sigourney Weaver und ein herrlich angeekelter Alan Rickman als Mischung aus Mr. Spock und "Bones" McCoy von den enthusiastischen Fans feiern, während 'vergessene Episoden' im Achtziger-Chic über die Leinwand flimmern. Liebevoll und sympathisch wird das Star-Trek-Fandom auf die Schippe genommen, die wahren Konflikte der Stars (zwischen Shatner und Nimoy) werden komisch paraphrasiert, und die überschwänglichen Anhänger dürfen die Schauspieler in lustigen Szenen in Diskussionen über Raumschiff-Technik verwickeln, wovon diese natürlich keine Ahnung haben.

Alles wird ein bisschen anders, als ein paar Aliens mit wunderbar skurrilem Coneheads-Humor und seltsamem Verhalten die Schauspieler auf einen funktionierenden "Nachbau" ihres Schiffes, der NSEA Protector, entführen. Die Aliens haben die irdische Fernsehserie für voll genommen und ihre Kultur darauf aufgebaut, welche nun von bösen Echsen bedroht wird. So reisen der Commander und seine Freunde zur Hilfe ins All, und die Pappmaché-Planet-Hell-Szenen der TV-Folgen erweitern sich zu von ILM gewohnt perfekt inszenierten Raumschlachten, Riesentintenfischen, Teletubbies und Golems, wobei der Kenner sich an den vielen kleinen Anspielungen und Neckereien ("Beryllium-Kugel", Wir-verlassen-majestätisch-das-Raumdock, Red-Shirt-Syndrom, technische Handbücher...) erfreut. Genüsslich werden alte Star-Trek-Schemata durch den Kakao gezogen (Allen verliert sein Shirt, muß allein gegen ein Monster kämpfen und wird im letzten Moment herausgebeamt ...), und es wird spannend, als ein Countdown in allerletzter Sekunde - ausgerechnet mit der Hilfe von jugendlichen, fanatischen Questers - gestoppt und die freundlichen Aliens gerettet werden müssen.

Trotz aller Scherze verfällt der Film dabei seltsamerweise ab und zu dennoch in sehr an "Star Trek" erinnernde emotionale Szenen, als einige Charaktere zu sterben drohen, die Echsenmasken strahlen nur wenig Charisma aus, und die schlussendliche Auflösung wirkt etwas deus-ex-machina-geschummelt. Aber das ist im 'richtigen' Star Trek ja auch nicht anders, und so dürfen auch die Quest-Stars am Ende mit Level-Geschwindigkeit in eine Fortsetzung aufbrechen. Nach diesem Film zu urteilen, müsste das Sequel dann aber eine ungerade Nummer erhalten (hoho, das ist aber ein Insider).

4 von 5 Sternen

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