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Startseite - Film - Horror & Mystery - Frostbite
Frostbite
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Frostbite
Alternativtitel: Frostbitten, Tale of Vampires
Originaltitel: Frostbiten
Regie: Anders Banke
Drehbuch: Daniel Ojanlatva
Darsteller: Karlström & Emma Ã¥berg, Havnesköld, Petra Nielsen, Carl-Ã¥ke Eriksson, Jonas Lawes, u.a,
FSK: ?
Laufzeit: 98 min
Schweden, 2006

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Rabiate Situationskomik, schmissige Oneliner und die Vermittlung der seltenen Technik des Gartenzwergpfählens sind nur einige Leckereien dieses Untoten-Happenings in feinster "Evil Dead" -Manier. Schwenk 60 Jahre zurück in die Ukraine: Ein Trupp Soldaten stapft isoliert und verloren durch das winterliche Desert, bis er auf eine eingeschneite Hütte stößt. Der Ofen ist noch warm, aber von den Bewohnern fehlt jede Spur. In der Nacht reißt ein sehr quirliges Ungeheuer die Männer aus dem Schlaf und ihre Leiber in Stücke. Das ist der Anfang einer schrägen saisonalen Vampirparty, die sich mit viel Schnee und Gags den denkbar besten Tummelplatz für ihre blutdurstigen Untoten gesucht hat: die ewig tageslichtlose Polarnacht. Schweden heute: Annika Wallén (Petra Nielsen) tritt ihren Job als Ärztin in einem Kleinstadtkrankenhaus an. Während das Nachwuchspersonal die allgemeine Ödheit mit Anästhesiecocktails, Rollstuhlrennen und Anatomie-Dart zu bekämpfen versucht, hat der verdruckste Professor Beckert nur Auge und Ohr für eine mysteriöse Komapatientin. Als deren Medikamente auf unglückliche Weise abhanden kommen und besagte tiefrote Pillen alsbald in der Fruchtbowle einer angesagten Teenie-Fete landen, auf der sich im Übrigen auch Walléns Tochter Saga vergnügt, ist bald der Teufel los. Die jugendlichen Gäste geraten in einen wahren Blutrausch... Sauberes Handwerk, eine Prise Selbstironie und eine ziemlich breite Palette brachialer Splatter-Effekte kennzeichnen diesen Horrortrip aus Schweden, mit dem der Regisseur Anders Banke Aufmerksamkeit und Beifall auf Genrefestivals in ganz Europa fand, wie auch auf dem Münchener Fantasy Filmfest. Nach einer stockfinsteren, im Zweiten Weltkrieg angesiedelten Auftaktepisode findet sich der Zuschauer in einem typisch amerikanischen High-School-Szenario wieder und auch ziemlich bald zu Hause; die Zutaten fürs unterhaltsame Gemetzel sind nicht gerade innovativ, aber souverän konstruiert und präzise choreografiert.

Fazit: routiniertes Horror-Geschnetzeltes aus dem unterkühlten Skandinavien-Ambiente nach heißen amerikanischen und auch asiatischen Versatzstücken. Unterhaltung pur für Genre-Fans.

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