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Fluch der Unsterblichkeit

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Serie / Zyklus: ~
Titel: Fluch der Unsterblichkeit
Originaltitel: This Immortal (1966)
Autor: Roger Zelazny
Übersetzung: Roland Fleißner
Verlag / Buchdaten: Pabel Verlag (Terra Taschenbuch #227)

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Konrad Nomikos betreibt recht erfolgreich eine Agentur für Kunst, Monumente und Archive und verwaltet die Reste der Erdkultur, nachdem ein verherender Krieg die größten Teile Terras vernichtet und die Bewohner auf ein Bruchteil dezimiert hatte. Konrad jedoch hängt sehr an der Erde: die Geschichte der Menschheit, die er verwaltet ist auch seine eigene, denn als Unsterblicher hat er sein langes Leben in den verschiedensten Epochen der Erde verbracht. Doch dann bekommt er von der Untergrundverwaltung der Erde den Auftrag, einen Außerirdischen von der Wega bei einer Tour auf der Erde zu begleiten und sein Leben unter allen Umständen zu schützen.
Die Pläne des Weganer sind unklar, aber nach dem die Erde unter das Protektorat der Wega gefallen ist, liegt der Schluss nahe, dass nun der Ausverkauf der Erde beginnt. Es gibt Kräfte, die das verhindern wollen und dem Ganzen mit einem Mord an dem Weganer ein Ende bereiten wollen. Konrad ist hin und her gerissen zwischen seinem Auftrag und dem, was er selbst denkt und fühlt. Die Zukunft der Erde liegt in seinen Händen.

Konrad, die Hauptfigur von Roger Zelaznys Roman, ist in gewisser Weise der Vorfahr von Connor MacLeod, der in dem Film Highlander Unsterblichkeit erlangte. Sicherlich hatte dieser Roman, der 1966 mit dem Hugo Award ausgezeichnet wurde, Einfluss auf die Entstehung des Films. Doch der Roman ist leider unausgegoren.
Die Handlung plätschert ohne weiteren Sinn so dahin und dient eigentlich nur dazu, die veränderte Erde zu beschrieben. Roger Zelaznys Charaktere sind wie Bonsais. Sie werden eingeengt, beschnitten und haben nie Raum sich zu entfalten. Der Autor schubst sie fast willkürlich durch die Handlung seiner Romane und wenn mal einer auf der Strecke bleibt, dann stört es den Leser nicht weiter, denn diese Protagonisten kommen dem Leser kaum nahe. Ich persönlich habe so meine Probleme mit Romanen, die so verfasst werden und schaffe es dann auch nicht, meinen Blick auf die Handlung zu lenken.
Die Handlung an sich ist interessant und man macht sich während des Lesens viele Gedanken, wie es zu dieser Entstellung der Erde gekommen ist. Roger Zelazny ist recht geschickt darin, das Vergangene von dem Leser mittels von Mosaiksteinchen erschließen zu lassen. Darin liegt der Reiz des Romans, bei dem es sich um die Ausgestaltung der Kurzgeschichte And Call me Conrad handelt. Wenn es ihm noch gelänge, seine Protagonisten mit mehr Leben zu füllen, dann wären seine Romane richtig gut. So aber kommt nur ein durchschnittlicher Roman heraus.
6 von 10 Punkten.

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