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Phantast
| Fillory: Die Zauberer |
| Buch - Fantasy (B) | |||||
Klappentext Über den Autor Rezension Der erste Satz: Quentin übte einen Zaubertrick und keiner bemerkte es. Zusammen mit zwei Freunden ist Quentin auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch für eine Elite-Uni. Wie seine Freunde ist Quentin ein Ausnahmetalent, und da ihm das Lernen so leicht fällt, ist er von der ganzen Sache mehr als gelangweilt. Als sie jedoch beim Vorstellungsgespräch ankommen, ist der Professor tot. Quentin bekommt stattdessen einen Umschlag, aus dem beim Öffnen ein kleiner Zettel vom Wind weggeblasen wird, der Quentin in einen verwilderten Garten führt. Eher er sich versieht findet Quentin sich plötzlich vor dem Zaubercollege Brakebills wieder. Er besteht den Aufnahmetest und wird hier nun zu einem Zauberer ausgebildet. Schon nach dem Lesen des Klappentextes erscheint die Geschichte als etwas zwischen einer Mischung aus Harry Potter und Narnia. Das muss auch nicht negativ sein, steckt doch in beiden Serien Potenzial im Überschuss. Und ein Zauberschüler für ältere Jugendliche? Warum nicht?! Keiner der Charaktere schafft es, auf über 600 Seiten Geschichte, auch nur annähernd zu überzeugen. Kein Schüler, kein Lehrer und schon gar nicht ein Fillory Bewohner. Selbst Hauptprotagonist Quentin bleibt ohne besondere Persönlichkeit. Harry Potter schließt man ab Band 1 ins Herz. Er entwickelt sich weiter, bleibt aber alle 7 Bände authentisch. Weite Vergleiche mit männlichen Protagonisten sollen hier nicht erwähnt werden. Sie würden ohnehin nur gegen Quentin sprechen, denn der hat wirklich keine nennenswerten Persönlichkeitsmerkmale. Erwähnenswert wäre vielleicht seine ständige Unzufriedenheit, mit welcher Situation auch immer, seine Neigung zu Alkohol, Drogen und eine gewisse Busenfixiertheit. Bei ewig langen Erzählungen kommen die Dialoge eindeutig zu kurz. Das Erlernen der Zauberei bleibt meist technisch und beschreibend. Ohne das Verständnis der jugendlichen Zielgruppe zu schmälern, strotzt die ganze Zauberlehre nur so vor Fremdwörtern und langen, technischen Erklärungen. Durch Wörter wie Quantenniveau, Endokrinologie und Frikative wirkt der Unterricht übertrieben und intellektuell. Die begeisternde magische Komponente, das bezaubernd Geheimnisvolle der Magie bleibt außen vor. Die meisten Studierenden und vermutlich auch viele Dozenten hatten ein ambivalentes Verhältnis zu dem disziplinarischen Konzept. Es spaltete die Studentenschaft in Gruppen, basierte auf einer zweifelhaften Theorie und am Ende arbeiteten doch alle fast denselben Lehrplan ab. S. 145 (Genau so fühlt sich das Lesen permanent an!) So springen die Jungzauberer von Studienjahr zu Studienjahr, ohne das etwas Nennenswertes passiert. Einige Handlungen sind sogar einfach nur überflüssig und sinnlos. Zum Beispiel bleibt ein Kampf zwischen Quentin und einem Klassenkameraden einfach ohne Erklärung. Okay, hier passierte mal etwas, aber warum haben sich die beiden jetzt noch mal die Köpfe eingeschlagen? Und wenn Quentin, warum auch immer, zu einer grauen Gans verwandelt wird, die der Professorin vor Angst vor die Füße scheißt (sorry, Originalauszug!), ist das nicht nur humorlos, sondern nur noch unsinnig und peinlich. Mit voranschreitender Handlung geht es genau so monoton weiter. Wenn Quentin und Kumpane nach 350 Seiten unterirdisch langweiligem Zauberei-Studium aus der Schule entlassen werden, ereignet sich endlich ... nichts! Obwohl, die mittlerweile 21-jährigen betrinken sich nun nicht mehr nur den halben, sondern den ganzen Tag. Nehmen Drogen und haben Sex. Dieser ist so schlecht und plump (bzw. gar nicht) beschrieben, da war eine Missbrauchsszene zwischen zwei Jungen der Schule noch am anschaulichsten. Und gerade diese Szene führt ins Leere, hatte also überhaupt keine Relevanz für die Geschichte. Frage: Müssen Jugendliche so was lesen? Wohl eher nicht! Wenn dann endlich, endlich nach zwei Dritteln Geschichte, das im Klappentext angepriesene Land Fillory seinen Auftritt hat, ist man mental fast schon zu müde um den Ereignissen dort seine Aufmerksamkeit zu schenken. Diese sind, genau, langweilig! Fillory, das im Buch mit einer wunderschönen bunten Karte charakterisiert wird, präsentiert sich tatsächlich wie Narnia, bloß in schlecht. Inklusive sprechender Tiere, einer bösen Hexe (hier Wächterin) und der Aussicht auf vier Throne, dich sich die jugendlichen Helden teilen dürfen, um das Land zu regieren. Gähn! (Das Kloster) sei kein Ort der Anbetung, erklärten sie (die Zentauren) mit einem Unterton wiehernder Herablassung, sondern hier lebe eine Gemeinschaft, die dem äußerst möglichen Ausdruck, oder besser, der Inkarnation - oder vielleicht sei Realisation das bessere Wort - ergeben sei, jenen unbegreiflich komplexen, aber unendlich reinen silvanen Werten des Zentaurenwesens, die Quentins niederer menschlicher Verstand sowieso nie hoffen könne, jemals zu verstehen. (uff!) Die Zentauren hatten etwas ausgeprägt Deutsches an sich. S. 568 (ohne Worte!!) Persönliches Fazit
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