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Faust Eric (Scheibenwelt)

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Serie / Zyklus: Scheibenwelt / Rincewind
Titel: Faust Eric
Originaltitel: Faust Eric
Autor: Terry Pratchett
Übersetzer: Andreas Brandhorst Titelbild: Josh Kirby
Buch/Verlagsdaten: Piper Verlag (4/2006); 154 Seiten; 14,95 €; ISBN: 978-3-492-70132-7

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Der fast vierzehnjährige Eric (Ähnlichkeiten mit dem gleichnamigen Rezensenten sind weder gewollt noch vorhanden) ist ein selbsternannter Dämonenbeschwörer. Er weiß ganz genau: Wenn man einen Dämonen beschwört, kann man ihn dazu veranlassen, drei Wünsche zu erfüllen. Und seine Wünsche sind ja äußerst bescheiden:
1) Weltherrscher zu werden,
2) die schönste Frau der Welt zu besitzen,
3) ewig zu leben.
Dummerweise gelingt ihm die Beschwörung. Allerdings nicht mit erhofftem Ergebnis. Sein Dämon ist nämlich niemand anderes als der uns bekannte Zauberer Rincewind. Rincewind muss dem Jungen erst einmal klar machen, dass er nicht der geeignete `Dämon’ ist, ihm seine Wünsche zu erfüllen. Zudem ist die Hölle der Scheibenwelt bereits auf Eric aufmerksam geworden. Man hat extra einen Dämon präpariert, damit er dem jungen Dämonenbeschwörer erscheint. Dummerweise war Rincewind schneller. Nicht von ihm geplant, dafür geplagt. Die Frage, die sich stellt, ist: Wer ist wessen Plage? Die beiden sich gegenseitig oder beide zusammen gegen den König der Unterwelt, der seine Pläne gefährdet sieht?

Das Buch ist kurz und bündig. Viele Bilder untermalen den Text, ergänzen ihn und beflügeln Leserinnen wie Leser mit eigener Phantasie. Das Buch ist kurz und witzig geschrieben, ein gelungener Faust-Nachfolger. Dafür aber mit viel Liebe zu Einzelheiten. Das Buch ist kurz (ach, hatte ich schon erwähnt?), aber lesenswert. Und wer nicht lesen kann, sollte sich zumindest die farbenfrohen Zeichnungen von Josh Kirby ansehen. Noch zu erwähnen, der einzige Nachteil: Das Buch ist kurz.
Die Parodie auf Onkel Goethe und seinen Faust ist natürlich nicht zu übersehen. Pratchett bezieht sich dabei mehr auf Faust II. Gut, dass man seine Klassiker kennt, sonst könnte ich jetzt nicht vergleichende Literatur (was Wissen schafft) betreiben. Was weniger gefällig ist, weil zu ausschweifig, ist der Weg zu den ollen Griechen, die schon tot waren, als unser Goethe geboren wurde. Dadurch wird das Buch zu kurz, mit verschiedenen Dingen etwas überladen. Vielleicht hätte man ausklappbare Seiten nehmen sollen. Dann hätte mehr darauf gepasst bei gleichbleibender Seitenzahl. Aber mal ehrlich. Wahrscheinlich sollte mit dieser Kurzgeschichte nur Rincewind aus der Zwischenwelt, mitsamt Truhe, geholt werden.
Trotzdem sehr gutes Amüsement.

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