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Fanboys
Film - Science Fiction (F)

Titel: Fanboys
Originaltitel: Fanboys
Regie: Kyle Newman
Darsteller: Sam Huttington, Chris Marquette, Dan Folger, Jay Baruchel, Kristen Bell, Seth Rogen u. a.
Region: Region 2
Bildformat: 185: 1 (anamorph)
Ton/Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
Special Features: Audiokommentare, Interviews, Deleted Scenes, Webisodes, Featurettes, Kurzfilm: Vidiots
FSK: 12
Laufzeit: 93 min
USA, 2008

Eine Besprechung / Rezension von Andreas Schweitzer
Weitere Rezensionen von Andreas Schweitzer findet man hier auf fictionfantasy oder auf seiner großen Homepage http://www.acrusonline.de

Ende 1998 wartet die STAR WARS-Fangemeinde gespannt auf den ersten Teil der Prequels. Während einer Halloween-Party kommen vier Fans aus dem amerikanischen Mittelwesten auf eine wahnwitzige Idee: Warum sollte man nicht in die berühmte Skywalker Ranch von George Lucas einbrechen, um sich den Rohschnitt von THE PHANTOM MENACE anzuschauen. Immerhin hat sich im Bereich STAR WARS seit sechzehn Jahren nichts getan und das Warten ist schier unerträglich. Einer der Fans hat sogar Kontakt mit einem Insider aufgenommen, der ihnen den Zugang auf die Ranch einrichten kann. Hinzu kommt noch, dass ein anderer der Freunde todkrank ist und wahrscheinlich die Premiere des neuen STAR WARS-Films nicht erleben wird. Die vier machen sich nun auf eine Reise, die nicht nur quer durch die USA führt, sondern dem Zuschauer auch jede Menge schräge Charaktere beschert ...

FANBOYS ist eine liebevolle Hommage an alle Nerds, ein Roadmovie der ganz besonderen Art. Der Film ist gespickt mit jeder Menge Anspielungen auf den STAR WARS-Mythos, wobei manches liebevoll parodiert wird. Die Zwistigkeiten zwischen STAR WARS- und STAR TREK-Fans werden ebenso aufs Korn genommen wie diverse andere Klischees, die man mit Nerds verbindet. Hinzu kommen auch viele Genreanspielungen oder auch Gastauftritte von bekannten Gesichtern wie Harry Knowles von AICN, Billy Dee Williams, Ray Park, Carrie Fisher und einiger mehr. Regisseur Kyle Newman verspottet dabei die Fangemeinde keine Sekunde, sondern hält ihr nur  augenzwinkernd einen  Spiegel hin, in dem sich mancher Fan wiedererkennt.

Das Bild von FANBOYS macht einen soliden Eindruck. Die Farben sind kräftig, der Kontrast ist gut und die Schärfe kann ebenfalls über weite Strecken überzeugen. Ganz zufrieden stellen kann der Transfer leider nicht, dann manchmal wirkt er etwas verwaschen. Das mag auch daran liegen, dass man es hier nicht mit einer Megaproduktion zu tun hat, sondern es sich  vielmehr um einen sehr sehenswerten Independent-Film handelt. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit hätte er allerdings verdient.

Auch der Ton bietet leider nur wenige Überraschungen. Er wurde recht frontlastig abgemischt, wirkt oft nicht sehr räumlich. Die Dialoge sind in beiden Sprachversionen klar zu verstehen.

Für die deutsche Version von FANBOYS wurden speziell einige Features produziert, die bei den Extras zu finden sind. So findet man ein Interview mit Martin Gogulski und Markus Rau von der German Garrison sowie einen Audiokommentar der beiden auf der DVD. Ein weiterer Audiokommentar lässt die Crew und die Darsteller zu Wort kommen. Ebenfalls enthalten sind Deleted Scenes, Webisodes und mehrere Featurettes, die einen guten Einblick in die Entstehung des Films geben. Als kleines Schmankerl kann man den noch hinzugefügten Kurzfilm VIDIOTS sehen, der sich thematisch dem Thema von FANBOYS sehr gut zuordnen lässt.

FANBOYS wird hierzulande auf DVD solide präsentiert. Von der technischen Seite her ist die Scheibe eher Durchschnitt, aber der Film selbst bietet sehr gute Unterhaltung. Dabei macht er nicht nur Insidern Spaß, sondern hat auch für den “normalen“ Zuschauer einiges zu bieten. Der Streifen ist auf jeden Fall eines der schöneren Highlights des Kinojahres 2009.

Kommentare (1)Add Comment
Rupert Schwarz
...
geschrieben von Rusch, Mai 04, 2010
Unglaublicher Film - ich habe mich dabei fast tot gelacht. Und das schöne daran: Der Film persilfiert den Star Wars Kult auf eine sehr liebevolle Weise. Aber man muss schon Fan der Filme sein, um all die vielen Gags zu verstehen, denn davon lebt der Film. Naja, das hat alles Andreas schon geschrieben, aber ich wollte es nochmals festhalten, denn er hat vollkommen recht.

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