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Startseite - Film - Horror & Mystery - Eye of the Beast - Das Auge der Bestie
Eye of the Beast - Das Auge der Bestie
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Eye of the Beast - Das Auge der Bestie
Originaltitel: Eye of the Beast
Regie: Gary Yates
Drehbuch: Mark Mullin
Darsteller: James Van Der Beek, Alexandra Castillo, Arne MacPherson, Sharon Bajer, Tom Anniko, Ryan Rajendra Black u. a.
FSK: 12 Jahre
Laufzeit: 88 min
Kanada 2007

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

In Fells Islands, einem kleinen Fischerdorf, gehen seit Jahren die Fischfänge zurück. Das Institut für Meeresgeographie, kurz NORA, schickt einen seiner Forscher, Dan Leland (James Van Der Beek), nach Fells Islands, um herauszufinden, was der Grund für den Rückgang der Fischfänge sein könnte. Nach einigen mysteriösen Todesfällen, glaubt Leland, dass ein Architeuthis - ein Riesenkrake, dafür verantwortlich sein könnte. Eine beispiellose Hetzjagd auf das Ungeheuer beginnt, bevor es noch mehr Menschen in den Tod reißt.

Wie gestaltet man einen Riesen-Kraken-Film an, auf und in einem See? Riesenkraken sind undankbare Filmobjekte, zum einen wegen ihrer Größe (es hat schon seinen Grund, warum es keine Killer-Blauwal-Filmwelle gibt) und zum anderen, weil Tentakelangriffe sich visuell schnell abnutzen. Ferner ist ein See im Gegensatz zu 'die See' kein sehr dankbares Setting. Hinzu kommt das immer sehr überschaubare Budget einer TV-Produktion bei der Darstellung eines solchen Kalmars und schon hat ein Regisseur eine ganze Menge Hindernisse zu überwinden. Der Betrachter bekommt eine anschauliche Variante der Peter-Benchley-Adaption "The Beast" präsentiert, die Meeresmonster-Fans wird’s freuen, aber: Das Ungeheuer taucht bis zum furiosen Finale nur selten auf. Dafür baut das Tiefsee-Abenteuer seine Figuren aus, bereichert sie in den Konflikten zwischen Weißen und den eingeborenen Indianern. Für Genrefans ein mysteriöses Muss.

Myteri auch die Mären von Riesenkraken: Die blühende Legende vom vielarmigen Seeungeheuer ist schon so alt wie die menschliche Seefahrt. Homer beschreibt in seiner Odyssee im 7. Jahrhundert vor Christus Skylla und Charybdis, die in einer Meerenge die Seefahrt bedrohen. Kommt man ihr zu nahe, zieht die Charybdis das Schiff in ihren Schlund, andernfalls fängt die Skylla die Seeleute vom Deck weg und verschlingt sie. Diese Skylla beschreibt Homer als ein Seeungeheuer, das mit seinem Hinterleib im Felsen steckt. Sie hat viele Arme mit Köpfen daran und fängt nicht nur Seeleute, sondern auch Meerestiere, die in Reichweite ihrer Arme gelangen. Den Kundigen erinnert diese Beschreibung entfernt an einen Kraken, der ebenso wie die Skylla mit dem Hinterleib in einer Felsspalte versteckt bleibt und nur mit den Fangarmen in das umgebende Wasser hinausreicht, um sich Nahrung zu verschaffen. Im Gegensatz zur Skylla sind die in Homers Heimatgewässern vorkommenden Kraken im Maximalfalle einen Meter groß. Man kann kaum alle Legenden vom Riesenkalmar auf Unwissenheit und falsche Übersetzungen zurückführen. Im Gegenteil. Trotz der Tatsache, dass Riesenkalmare seit fast 200 Jahren wissenschaftlich bekannt sind, hat niemals jemand einen Riesenkalmar in seiner natürlichen Umgebung erspähen können.

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