Evolution

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Serie / Zyklus: ~
Titel: Evolution
Originaltitel: Evolution
Autor: Stephen Baxter
Übersetzer: Martin Gilbert
Verlag / Buchdaten: Heyne 2004

Besprechung / Rezension von Holger M. Pohl

Inhalt:
Die Geschichte begann ...

... vor ca. 145 Millionen Jahren. Die Dinosaurier beherrschten die Welt und für die kleinen Säuger wie Purgatorius blieben nur kleine Überlebensnischen. Die Großen hatten das Sagen. Doch dann kam vor 65 Millionen Jahren der Tag, an dem der Komet fiel. Der Aufstieg der Säuger begann ...

Rahmenhandlung ist eine Konferenz von Wissenschaftlern, die ein neues Bewusstsein für die Erde und ihre Probleme etablieren wollen. Denn die Erde steht vor dem Kollaps. Zeit und Ort der Rahmenhandlung sind das Jahr 2031 und die Stadt Darwin im Nördlichen Territorium von Australien. Es ist eine unruhige Zeit.

Bei Papua-Neuguinea spuckt der Vulkan Rabaul heftig. Er gehört zu den aktiven Vulkan und ein Ausbruch ist nur eine Frage der Zeit. Es brodelt im Schlot des Vulkans. Schließlich bricht er aus, im Jahr 2031. Er hat die gleichen Konsequenzen wie der Komet, der das Schicksal der Dinosaurier besiegelte. Wieder beginnt ein großes Artensterben. Und der Niedergang der Menschheit beginnt.

... und wird in ferner Zukunft enden. Die Kontinente werden sich wieder versammelt und einen neuen Superkontinent gebildet haben: Neu-Pangäa. Aber die Erde wird im Sterben liegen und kein Ort sein, wo es noch länger Leben geben kann: die Atmosphäre wird verschwunden sein und die sterbende Sonne wird beginnen sich auszudehnen. Sie wird die Erde verbrennen. Doch vorher werden Asteroiden riesige Wunden schlagen. Brocken von Gestein werden in den Weltraum geschleudert, in manchen von ihnen werden sich tief verkapselt, in einer Art kosmischer Winterschlaf, Baktieren befinden. Sie werden eine Reise beginnen, die irgendwann enden wird.

Meinung:
"Dies ist ein Roman." So beginnt Stephen Baxter sein Nachwort von Evolution. Und das sollte man auch immer Auge behalten, wenn man das Buch liest. Denn sonst könnte man auf die Idee kommen, es handelt sich um ein sehr unterhaltsam geschriebenes Sachbuch, so genau beschreibt Baxter manche Dinge. Man erfährt viel über die Zeit der Dinosaurier und der ersten Primaten und die Entwicklung der Menschheit. Wer die einschlägigen Sendungen wie "Giganten der Urzeit" und andere gesehen hat, wird vieles wiedererkennen. Doch es ist ein Roman, auch wenn sich Stephen Baxter in sehr vielen Dingen an wissenschaftliche Erkenntnisse hält. Doch das ist seine Stärke, die Verknüpfung von Realität und Fiktion. Er ließ seinen eigenen Spekulationen oft freien Lauf und die Geschichten der einzelnen "Personen" sind unterhaltsam.

Das Buch zu lesen hat mir sehr viel Vergnügen bereitet und ich kann durchaus zugeben, dass ich das eine oder andere gelernt habe oder dass es mich zum Nachschlagen bei "ernsthaften" Werken veranlasst hat. Es ist interessant und spannend und reizt oft zum Nachdenken, ob es - besonders wenn es um die Zukunft unserer Rasse und unserer Welt geht - tatsächlich so kommen könnte. Stephen Baxter beschreibt Pflanzen und Lebewesen, Umwelt und Erde sehr lebhaft und bildhaft. Der Stil ist sehr gut und vor allem unterhaltsam.
Evolution ist wie gesagt ein Roman, dabei steht jedoch keine durchgehende Handlung im Vordergrund, sondern die Entwicklungsgeschichte der Menschheit, vom Anfang bis zum Ende.

Fazit:
Ein lesenswertes, unterhaltsames und stellenweise auch lehrreiches Buch. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt Evolution gute 8 von 10 Punkten (Sternenlicht mit Novae)

Evolution - Rezension von Erik Schreiber

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