fictionfantasy

fictionfantasy ist ein verlagsunab-hängiges Rezensionsportal für phantastische Werke. Derzeit sind knapp 13.000 Artikel abrufbar!

Schreibe deine eigene Rezension
deines Lieblingsbuches und schick sie uns !


Du hast fehlende Angaben bei Autoren oder Buchtiteln gefunden?
Wir freuen uns über jede Unterstützung!

Hast du einen Blog
und willst im fictionfantasy-Netzwerk mitmachen? Melden!

Amazon

Diskussion

Social Network

Folge uns auf Twitter
Folge uns auf Facebook!
Folge uns auf Google+
Abonniere unseren RSS Feed

Phantast

Das eMagazin von fictionfantasy und literatopia

phantast
Alle Phantast-Ausgaben
auf einen Blick

Netzwerk

Blog Top Liste - by TopBlogs.de
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
http://www.wikio.de
Startseite - Film - Science-Fiction - Event Horizon - Am Rande des Universums
Event Horizon - Am Rande des Universums
Film - Science Fiction (F)

Titel: Event Horizon - Am Rande des Universums
Originaltitel: Event Horizon
Regie: Paul W. S. Anderson
Drehbuch: Philip Eisner
Darsteller: Laurence Fishburne, Sam Neill, Joely Richardson, Kathleen Quinlan, Richard T. Jones, Jack Noseworthy, Jason Isaacs u. a.
Musik: Michael Kamen, Orbital
Laufzeit: 92 min
FSK: 16
USA / GB 1997

Eine Besprechung / Rezension von Andreas C. Lazar
(weitere Rezensionen von Andreas C. Lazar auf fictionfantasy findet man hier oder auf seiner Webseite moviebazzar.de)

Ein Rettungsteam findet die verschollen geglaubte Event Horizon in einer Neptunumlaufbahn und versucht, sie zu bergen.

Das Science-Fiction-Genre hat es schwer. Auch die bedeutungsvollsten und tiefsinnigsten Meisterwerke sehen sich nur allzu rasch dem "Kinderkram"- und "Unmöglicher Blödsinn"-Vorwurf gegenüber, da sich die Zuschauer vom futuristischen Aussehen blenden lassen und die darunterliegenden, oftmals gelungenen Erzählstrukturen und starken Charaktere nicht bemerken. Leider gibt es aber auch immer wieder missratene Vertreter, die die Science Fiction weiterhin in einem schlechten Licht dastehen lassen.

So wie Event Horizon. Das Drehbuch mutet an, als hätte der Autor den gesamten Sci-Fi-Bestand seiner Videothek ausgeliehen, angesehen und die besten Einzelszenen notiert, um sie irgendwie zu einem Ganzen verwursten zu können. Neben primitiven 2001: A Space Odyssey-Anleihen, einem Stargate, einigen grün gefärbten Korridorszenen aus Alien und einer gehörigen Portion Forbidden Planet ist es vor allem die direkt aus The Shining kopierte Blutwelle, die als schlechtes Plagiat in Erinnerung bleibt. Die Musik ist nur zweitklassig, die Effekte, vor allem die schwerelos umherfliegenden Gegenstände und Flüssigkeiten, sind allermeistens als solche zu erkennen, die Kamera des Sci-Fi-erfahrenen Adrian Biddle (Aliens) bemüht sich um Originalität, ist aber größtenteils nur wirr, und die Schauspielleistungen sind hölzerner als die Mammutbäume der US-Nationalparks. Dazu kommen noch abstoßend eklige und unzusammenhängende Splatter- und Goreszenen mit brennenden und blutenden Menschen, und fertig ist ein krudes Machwerk, das keiner sehen will.

Dabei lässt sich Event Horizon zu Anfang noch durchaus spannend an. Der von Alpträumen geplagte Wissenschaftler Sam Neill bricht nach einer schönen, vom Alien-Setdesign inspirierten Briefingszene mit einem Rettungsteam unter Führung von Laurence Fishburne zur Event Horizon auf, die nach einem Überlichtgeschwindigkeitsexperiment sieben Jahre lang verschwunden gewesen war. Als sie beim Schiff ankommen, geschehen seltsame Dinge im schön designten Antriebskern, und ein Besatzungsmitglied fällt ins Koma. Danach gibt es weitere gruselige Zwischenfälle: Das Rettungsschiff explodiert, Menschen werden auf widerliche Weise fast im Vakuum zerrissen, und haarsträubende Technobabble-Szenen wechseln mit leidlich spannender, physikalisch unmöglicher Action und pseudo-psychologischen "Stelle Dich Deinen Dämonen"-Dialogen, während Sam Neill in einer Art spirituellem Kontakt zum offenbar lebenden, gelungen ausgestatteten Schiff zu stehen scheint. Gegen Ende schließlich, nach 95 zu langen Minuten und einem lächerlich langweiligen Showdown, verschwindet (fast) alles in einem riesigen Plothole und befreit den Zuschauer endlich von den nicht zu Ende gedachten, gestohlenen, unverständlichen und einander widersprechenden Storyfäden, die vergeblich versuchen, das Wrack Event Horizon zusammenzuhalten.

1 von 5 Sternen

Kommentare (4)Add Comment
Jürgen Eglseer
...
geschrieben von eglseer, Oktober 01, 2008
Hallo lieber Kommentator. Falls du jetzt deinen hier plazierten Kommentar vermisst, so ist das kein Zufall. Er wurde nämlich gelöscht.
Natürlich ist es gut und wichtig, Kritik an den hier eingestellten Rezensionen zu üben. Das hat viele positive Aspekte, die ich jetzt nicht alle aufführen möchte.
Fictionfantasy ist ja ein Portal von Fans für Fans.
Jedoch sei dir gesagt, das Kommentare hier nicht akzeptiert werden, in denen der Rezensent fast schon beleidigt wird und das sch-Wort auch noch zusätzlich mehrmals vorkommt.
Kritik jederzeit - auch böse Kritik - man kann über alles diskutieren!
Aber das ganze bitte sachlich, höflich und konstruktiv formuliert.
Dankeschön!
0
...
geschrieben von Anonymous, Oktober 04, 2008
Au man, dann muß ich mich ja regelrecht outen hier. Ich fand den Film sogar ausgesprochen ansprechend. Für mich hatte er eine schöne, unheimliche und klaustrophobische Atmosphäre. Komischerweise war ich aber immer der Meinung, dass irgendetwas fehlt, nämlich ein passendes Ende. Irgendeinen Hinweis, was sich tatsächlich an Bord abgespielt hat. Diese gefundenen Aufzeichnungen waren zwar schockierend, aber auch nicht sehr ergiebig. In was genau ist die Event Horizon nun wirklich zurückgekehrt?
Rupert Schwarz
...
geschrieben von Rusch, Oktober 05, 2008
Eine Kritik ist doch sehr subjektiv. Deswegen können die Meinungen weit auseinander gehen, aber das ist gut so, denn wir sind alle verschieden und haben verschiedene Geschmäcker. Wichtig ist bei einer Kritik, das heraus kommt, warum man so oder so wertet. Dann kann der Leser sich darüber ein Bild machen, wie es zu der jeweiligen Wertung kam.
Jürgen Eglseer
...
geschrieben von eglseer, Oktober 05, 2008
Da hast du vollkommen recht. Aber in einer Kritik oder in einem Kommentar haben - zumindest hier - keine Bewertungen etwas zu suchen, die man auch als Beleidigung auffassen kann. Und unflätige Worte gegenjemanden sowie so nicht.

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy