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Eobal
Buch - Science Fiction (B)

Serie/Zyklus: ~
Titel: Eobal
Autor: Dirk van den Boom
Verlag/Buchdaten: Atlantis Verlag (6/2010), 172 Seiten, ISBN 978-3941258587

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Konsul Casimir Daxxel steht vor einer Herkulesaufgabe: Sein Chef Dhloma, seines Zeichens Botschafter (und enger Freund Daxxels), wurde ermordet. Dies führt automatisch zu einer provisorischen Ernennung Daxxels zum Botschafter, doch dies ist eher Fluch als Segen, denn die Welt Eobal ist der größte Sündenpfuhl der Galaxis, und auch wenn Daxxel noch keinerlei Ahnung hat, wer hinter der ganzen Sache stecken könnte, erfährt er die höheren Weihen der Politik und wird bedroht. Wer auch immer Botschafter Dhloma umgebracht haben mag: Die Sache wirbelt Staub auf und es ist nicht nur die Unterwelt Eobals, die aufschreckt, sondern auch die korrupten lokalen Behörden und andere Diplomaten werden nervös. Dhloma, so erkennt der frischgebackene Botschafter, hatte sich in dunkle Machenschaften verstrickt und nun droht alles auf ihn, Daxxel, zurückzufallen. Zum Glück hat er in Josefine Zant eine fähige Chefin der Botschaftssicherheit, und während Daxxel noch im Dunkeln tappt, findet sie wertvolle Spuren zu dem Drahtzieher der ganzen Sache.

Autor Dirk van den Boom ist derzeit sehr aktiv. Kaum ist der zweite Band seiner Kaiserkrieger-Reihe erschienen, kommt schon dieser neue SF-Krimi auf den Markt und wieder liefert er sehr solide Arbeit ab. Die Geschichte liest sich sehr schnell und wie üblich finden sich keine Längen in dem Text. Der Ausflug in das Krimi-Genre ist sicherlich neu, aber der Autor hält den Leser mit einigen falschen Fährten recht gut bei der Stange, so dass der Mörder des unseligen Dhloma erst unmittelbar vor dem Ende ermittelt wird. Die Außerirdischen hätten ruhig etwas fremdartiger beschrieben können, aber ich weiß, das ist gar nicht mal so einfach. Zu schnell driftet man in eine Richtung, die zu abstrakt und zu sperrig wird. Es ist jedoch die Figur der Josefine Zant, die den Roman so richtig lesenswert macht. Während Casimir Daxxel wie Donald Duck durch die Handlung stolpert, gelingt es ihr, die entscheidenden Hinweise zu finden, und auch wenn es am Ende Daxxel ist, der den wahren Mörder enttarnt, wäre ohne die energische Sicherheitsfrau nichts vorwärts gegangen.
Eobal ist ein unterhaltsamer, gut geschriebener SF-Krimi, der den Leser zu unterhalten versteht. Und vielleicht gibt es ein Wiedersehen mit diesem Pärchen; das Ende lässt dies zumindest vermuten.
8 von 10 Punkten.

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