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Elantris

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Titel: Elantris
Originaltitel: Elantris (2005)
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung:Ute Brammertz
Buch/Verlagsdaten: Wilhelm Heyne Verlag 52167 (9/2007), 894 Seiten, 14 €, ISBN: 978-3-453-52167-4

Eine Besprechung / Rezension von Alfred Kruse
(weitere Rezensionen von Alfred Kruse auf fictionfantasy findet man hier)

Elantris war wunderschön. Früher einmal. Es war die Stadt der Götter, ein strahlender Hort des Friedens und der Heil bringenden Magie. Diese Zeiten sind jedoch lange vergangen und Elantris ist zu einem Höllenschlund verkommen. Eine Stadt, in deren Schatten Hunger, Chaos und Gewalt herrschen. Als Raoden, der Kronprinz von Arelon, in die verfallene Stadt verbannt wird, gibt er dennoch die Hoffnung nicht auf. Er schart in den Trümmern von Elantris eine Handvoll Gleichgesinnter um sich und begibt sich auf die Suche nach dem uralten Geheimnis der Elantrier. Damit beschreitet er einen gefährlichen Weg, denn Raoden durchkreuzt nicht nur die Machtinteressen der brutalen Banden, die in Elantris ihr Unwesen treiben, sondern auch die Pläne von Arelons Feinden, die genau zu diesem Zeitpunkt zum Vernichtungsschlag gegen das unabhängige Land ausholen. Elantris scheint verloren, da taucht Sarene, eine Königstochter aus einem fernen Land, auf. Sie war Raoden zur Frau versprochen, doch das Schicksal trennte sie, bevor sie sich kennen lernen konnten. Kann es zwei Menschen gelingen, die untergegangene magische Stadt der Götter wiederauferstehen zu lassen? (Klappentext)

Nachdem ich hörte, dass Brandon Sanderson Robert Jordans "Wheel of Time" weiterschreiben soll, wurde ich neugierig auf diesen Autor, von dem ich noch nie gehört hatte. Also besorgte ich mir einen Roman von ihm und stieß so auf Elantris. Dieser Roman ist das Erstlingswerk von Brandon Sanderson. Für einen Erstling überraschend ausgereift. Sanderson beschreibt die drei Protagonisten Raoden, Sarene und Hrathen, den Paladin aus Fjorden, ausführlich, ohne ausschweifend zu werden. Ebenfalls zu ihrem Recht kommen die vielen Nebenfiguren und die politische Entwicklung, auf die Sanderson ebenso detailliert eingeht. Man trifft auf eine bis ins Letzte ausgearbeitete Welt und kommt von ihr nicht mehr los.

Bis ins letzte Detail ausgearbeitet ist auch das Magie-System. Tatsächlich hat man das Gefühl, es nicht mit Fantasy-Magie zu tun zu haben, sondern eher mit SF-Technik, so konsequent und logisch ist die Magie aufgebaut. Dies ist offenbar auch ein Markenzeichen von Brandon Sanderson, denn in seiner Nebelgeborenen-Trilogie treffen wir ebenfalls auf ein logisches und in sich konsistentes Magie-System. In Elantris liegt hier sogar die Lösung des Problems der Shaod, eine Auflösung, die mich begeistert hat.

Monate nachdem ich Elantris gelesen hatte, begann ich mich in die Military-SF einzulesen. Es gibt verblüffende Parallelen zwischen der Military-SF eines David Weber (Honor Harrington, Nimue Alban) und der Sandersonschen Fantasy. In beiden Fällen liegt das Hauptaugenmerk zwar auf den Protagonisten, aber nicht mehr in der Ausschließlichkeit, mit der ein Heinlein oder Asimov seine Romane akzentuiert hat. In der Military-SF ebenso wie bei Brandon Sanderson ist die Gruppe und/oder die Politik ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte. Das ist bei Elantris auch so, die politischen Winkelzüge zwischen den einzelnen Reichen (und insbesondere innerhalb von Arelon) sind signifikant für das Verständnis des Romans. Sollte das ein generelles Feature der neuen Fantasy sein, kann ich das nur begrüßen, mir gefiel es bei Sanderson außerordentlich.

Fazit: ein gelungener Einzelroman (!) in epischer Breite, empfehlenswert für jeden High-Fantasy-Liebhaber.

Elantris - die Rezension von Erik Schreiber

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