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Der Dschungel des Grauens (Einsamer Wolf, Band 8)

Reihe: Einsamer Wolf, Band 8
Titel: Der Dschungel des Grauens
Originaltitel: The Jungle of Horrors (2009)
Autor: Joe Dever
Übersetzer: Alexander Kühnert
Titelbild: Alberto Del Lago
Zeichnungen: Rich Longmore und Nathan Furman
Farbkarte: Regis Moulun
Zusatzspiel „Maskerade in Hikas“: Darren Pearce
Buch/Verlagsdaten: Mantikore Verlag (2011); 431 Seiten; 14,95 €; ISBN: 978-3-939212-12-6 (TPB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Du bist er, wie immer, in Joe Devers Büchern, der Einsame Wolf. Wieder einmal stehst Du als Kai-Lord vor großen Herausforderungen. Da erscheint das letzte Abenteuer, Schloss des Todes, wie ein Spaziergang. Es ist an der Zeit für Dich, den letzten Kai, erneut aufzubrechen und einen weiteren Weisheitsstein in Deinen Besitz zu bringen. Nur mit ihnen kannst Du der Rettung Magnamunds ein weiteres Stück näher kommen.
Es liegt einzig an Dir aufzubrechen, um im gefährlichsten aller Wälder den Dschungel von Danarg aufzusuchen oder Dich angstvoll unter die Decke deines Bettes zu verkriechen. Tief im Dschungel verborgen liegt der Tempel der Altmagier von Dessi und Deine Reise wird Dich erneut durch die Stormlande und das Königreich Talestria führen. Aber Du bist nicht allein, denn zum Glück steht Dir ein Begleiter, der Vakeros- Kampfmagier Paido, zur Seite. Und diese Hilfe hast Du auch bitter nötig. Als Kämpfer magst Du ein As sein. Doch wenn es um Magie geht, ist Dir Paido haushoch überlegen. Die Schwarzen Lords, jahrelang im Bürgerkrieg untereinander zerfleischt, fanden sich plötzlich unter einem einzigen Banner vereint. Nach dem Motto Mit geeinten Kräften geht alles besser ziehen sie erneut in den Krieg gegen die Menschen. Lange Zeiten des Friedens haben diese etwas träge gemacht und sie stehen nun der neuen Gefahr machtlos gegenüber. Aber Du bist ja da. Der Kai-Lord.

Im Prinzip ist das Spielebuch Der Dschungel des Grauens ein doppelter Spieleband. Zum einen geht es um die Reise in die Stadt Tharro, zum anderen geht es tatsächlich in den Dschungel und den dort verborgenen geheimnisvollen Tempel. Die Spielverläufe sind jedoch sehr abwechslungsreich und bieten dem Spieler neben der Unterhaltung durch den Text auch eine spannende Fortführung des Abenteuers. Statt also vor dem Rechner zu sitzen und dröge irgendwelche Monster zu plätten, kann man mit der eigenen Fantasie etwas mehr anfangen. Vor allem besteht jederzeit die Möglichkeit, das Spiel zu unterbrechen, um Wichtigeres zu erledigen. Die Herausforderungen, auf die der Spieler trifft, sind in der Regel ausgewogen und man kann durchaus, ohne die Axt des Zimmermanns zu bemühen, durch das Spiel gelangen und es bestehen. Das vorliegende Buch lohnt sich durchaus öfter zu spielen, sind doch die Abweichungen der einzelnen Spielschritte so gestaltet, dass sich dadurch tatsächlich neue Abenteuer und ein anderes Spielgefühl ergeben.
Um das Buch noch etwas abwechslungsreicher zu gestalten, beinhaltet es ein weiteres Abenteuer. Der Autor Darren Pearce nannte es „Maskerade in Hikas“. Hierbei geht es vor allem darum, die Agenten der Schwarzen Lords ausfindig zu machen. Solide Abenteuer in einem Band vereint. Es zeigt sich, dass sich die Reihe durchaus steigern kann, und man fragt sich unwillkürlich, warum der Wilhelm Goldmann Verlag damals die Serie eingestellt hat.

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