Ein Gespenst sucht Texas heim

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Serie / Zyklus:
Titel: Ein Gespenst sucht Texas heim
Originaltitel: A Spectre is haunting Texas (1968)
Autor: Fritz Leiber
Übersetzer: Birgit Ress-Bohusch
Verlag / Buchdaten: Heyne

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Da sucht man Material über Fritz Leiber, einen Altmeister der Phantastik und findet natürlich einiges. Angefangen von seinem Schwerter-Zyklus aus dem Bereich Fantasy bis hin zu einzelnen Büchern, die der Science Fiction zuzurechnen sind.
So nimmt man einige der Bücher in die Hand, blättert hier und da ein wenig und ehe man sich versieht, liest man mal schnell ein Buch durch. So auch den folgenden Roman. Seine Erzählung Ein Gespenst sucht Texas heim ist eine erfrischende Parodie auf Western und Science Fiction zugleich.
Vor allem nimmt er seine Landsleute aufs Korn. Traditionsbewusste Cowboys mit grossen Hüten und alten Revolvern beherrschen Texas. Gleichzeitig beherrscht Texas den Rest der USA inklusive Mexiko. Da gibt es alte Wissenschaftler, Überbleibsel einer Hippiekultur, revolutionäre Mexikaner und andere mehr. Fritz Leiber schreibt eine humorvoller Gesellschaftskritik, die viel aufzeigt, aber nie etwas bewirkte. Trotzdem Lesenswert. Oder gerade deswegen.

Eigentlich beginnt alles nach dem dritten Weltkrieg. Die Bewohner des Mondes sagten sich von der Erde los, wie auch die Bewohner des Mondsatelliten. Unser Held, Christopher Crocket la Cruz arbeitet bei einer Schauspielertruppe und verdient dort eher weniger, als er zum Leben benötigt. Da ihm aber als Erbe eine Uranmine in Texas gehört, schickt man ihn los, das Erbe zu Geld zu machen um die Schauspielertruppe zu unterstützen.

Die Menschen aus dem All sind inzwischen so an die Umgebung angepasst, dass sie fast alle ihre Muskeln verloren und dafür um die drei Meter gross sind. Daher benötigt Christopher ein Exoskelett, damit er sich bei der Erdschwerkraft überhaupt bewegen kann. Durch spezielle Behandlungen sind die texanischen Amerikaner aber auch fast drei Meter gross und genauso überheblich. Kein Wunder, dass sie alle anderen Menschen, vor allem aber die Mexikaner, unterdrücken. Christopher, der nur seine Uranmine versilbern will, wird bald in politische Machtkämpfe hineingezogen. Das liegt wohl zum Teil auch daran, dass er gleichzeitig für die temeramentvolle Tochter des Gouverneurs von Texas, wie auch für die feurige Mexikanerin "La Cucaracha" schwärmt, die den revolutionären Mexikanern angehört. Dadurch ergeben sich einige humurvolle Begebenheiten, die den Roman auflockern. In welche Schwierigkeiten sich Christopher sonst noch bringt, sollte man selbst nachlesen.

 

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