Bibliographien (kurz)

Dunkle Zeichen

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Titel: Dunkle Zeichen
Autor: Günther Bentele
Titelbild: corbis
Buch/Verlagsdaten: cbt 30130 (9/2005) 314 Seiten 7,90 €, ISBN: 3-570-30130-3

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Der Ich-Erzähler Arbogast lebt im Jahr 1146 und berichtet aus seinem Leben. Seine Eltern starben, als er vier Jahre alt war; sein Pate, bei dem er in der Folgezeit aufgezogen wurde, starb letztes Jahr. Jetzt ist Arbogast sechzehn oder siebzehn Jahre alt. So genau kann er es nicht sagen. In dem Dorf, in dem er wohnt, leben noch zwei Stiefbrüder, die ihm immer arg zusetzen. Dafür hat er jedoch mehr Glück bei den Mädchen. Als er eines Abends mit einem Mädchen im Wald sitzt, tauchen seine Brüder auf. Allerdings wird einer davon mit einer Armbrut erschossen. Dafür wird Arbogast verhaftet, weil man ihn für den Mörder hält. Er sagt jedoch nicht aus, aus Angst um das Mädchen, das er nicht in diesen Vorfall mit einbeziehen will. Schnell kommt er wieder frei, weil sein zweiter Bruder ebenfalls erschossen wird und Arbogast nachweislich im Gefängnis saß. Damit konnte man ihm den ersten Mord auch nicht anhängen.
Arbogast hört von einem Ritter und versucht dort eine Anstellung zu erhalten. Der Ritter will auf eine Pilgerfahrt, ist aber so arm, dass nur er reiten kann, seine Bediensteten müssen laufen. Arbogast freundet sich mit den beiden anderen Dienern an und erlebt einige Abenteuer, lernt ein Mädchen kennen und ist auch sonst mit vielen Dingen in Berührung gekommen, die für einen sechzehnjährigen Jungen nicht immer die Regel sind. Zum guten Schluss wird das Geheimnis seiner Herkunft gelichtet.
Günther Bentele hat mich mit seinem Roman überzeugen können. Die mittelalterliche Zeit wird von ihm sehr gut beschrieben, seine handelnden Personen wirken überzeugend und das ganze Buch hat einen Lerneffekt. Seine Nachforschungen, um das Buch auf eine gute Grundlage zu stellen, sind gut gelaufen. Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass mein Allgemeinwissen dem entgegenstand. Die Geschichte ist gut geschrieben. Die ungewöhnliche Handlung überzeugt und sein sympathischer Held, der immer etwas weniger klug ist als sein Freund Luitpold, wirkt in seiner Naivität durchaus wirklichkeitsgetreu.

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