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Dragaera: Der Zyklus von Vlad Taltos - Band 1: Teckla

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Serie / Zyklus: Dragaera: Der Zyklus von Vlad Taltos - Band 3
Titel: Teckla
Originaltitel: Teckla
Autor: Steven Brust
Übersetzung: Olaf Schenk
Verlag / Buchdaten: Klett-Cotta Verlag

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Zum Verständnis vorab. Die uralte Welt Dragaera ist eine Welt der Nicht-Menschen. Hier leben die grosswüchsigen, langlebigen Dragaener. Die wenigen Menschen, die einwanderten, kommen angeblich aus den Ostländern. Die Dragaeaner sind in 17 Häuser oder Dynastien aufgeteilt. Jede mit einem besonderen Wappen, dessen Eigenschaften auf die Mitglieder des Hauses übertragen werden.
Der Roman Teckla spielt kurz nach dem geglückten Attentat auf Jhereg. Vlad Taltos, von Beruf Auftragskiller, ist dabei zu einem gewissen Reichtum gekommen, der es ihm ermöglicht, sein Geld in seine verschiedenen Unternehmungen zu stecken. Dabei sind diese Unternehmungen solche wie Schutzgelder kassieren, Konkurrenz aus dem Weg räumen und ähnliches. Er könnte sich mit dem Geld Land oder einen höheren Rang zu kaufen oder gar seiner Frau Cawti eine Freude bereiten und ihr ein Schloss kaufen. Land und Schloss sind eine sichere Lösung, ein besserer Rang in der Herrschaft der 17 Clangemeinschaften, Häuser genannt, wäre auch nicht verkehrt.
Zwar ist Vlad ein ganz passabler Hexer, aber er begibt sich trotzdem zu einem Wahrsager, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Egal wie er es dreht und wendet, er bekommt eine Menge Ärger. Seine Ehefrau Cawti (ebenfalls Auftragsmörderin, aber besser als er) bekommt Ärger mit der Phönix-Garde. Der Grund ist die Zusammenarbeit mit einigen Revolutionären, die den Sturz des Kastensystems und die imperial Herrschaft der Dragons.
Seit seiner heldenhaften Tat in Jhereg ist Vlad beim Clan der e'Kieron und Aliera sehr gut angesehen. Die Machenschaften seines Weibes mit den Tecklas und den Ostländer, auf die er nur mit Verachtung herabsieht, bringt ihn damit in eine Zwickmühle.
Der Aufstand nimmt seinen Beginn im Südviertel der Stadt Adhrilanka. Die Bauern, Pächter und Arbeiter, die Unterbemittelten der Stadt, werden von den beiden Arbeitern Kelly und Franz angeführt. Mit ihrer Forderung nach mehr Rechten kommen sie damit verschiedensten Gruppen in die Quere. Unter anderem auch dem Unterweltboss Herth, der Franz umlegen lässt. Der Auftrag wurde zuerst Vlad angeboten, der möchte natürlich keinen Landsmann umbringen. Wenig später erscheint ihm der tote Franz jedoch als Geist. Vlad wird aktiv, als seine Frau sich immer mehr an dieser Sache beteiligt. Als er sich jedoch zu sehr im gegenteiligen Sinn einmischt, zieht Cawti aus. Die Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten sind recht bitter.
Der überlebende Anführer der Revolution, Kelly, weiss Cawti's Hilfe zu schätzen. Er selbst ist noch nicht bereit einen blutigen Aufstand anzuführen. Er wartet darauf, dass sich weitere Städte seinen Idealen anschliessen. Nachdem sich Vlad persönlich in die Revolution einmischte gerät er auch in den Händel mit dem Unterweltboss Hert, der zudem einen Attentäter auf ihn angesetzt hat. Demütigend ist zudem, dass er sich von seiner Frau und den Teckla befreien lassen muss, weil Herth ihn gefangen nimmt. Gerade das ist ihm sehr unangenehm.

Teckla ist ein gewöhnungsbedürftiger Roman. Auf den ersten Seiten geht es rasant zu, die Spannung hält jedoch nicht lange an. Ab dem Zeitpunkt, da ein Waffenstillstand ausgehandelt wird, steht auch die Handlung still. Bis auf den Ausflug Vlads als Hauptbeteiligter in Herth's Folterkammer passiert so gut wie nichts. Erst viel später bildet sich der grossartige Plan Vlads heraus, der mit wenig Leichen am Wegesrand auskommt.
Teckla ist eine typische Kurzgeschichte, die auf eine Romanlänge aufgeblasen wurde. Der Roman selbst ist lesenswert, wenngleich das Thema Revolution und Konterrevolution nicht mein Thema sind. Ich halte dies in einem Unterhaltungsroman nicht gut gelungen. Hier zeigt sich der Autor ungarischer Abstammung, Steven Brust, nicht von seiner besten Seite. Für einen kritischen Roman geht er zu einfältig an das Thema heran und für einen Unterhaltungsroman ist er stellenweise zu theoretisch.
Sehr gut gefiel mir jedoch die Übersetzung von Oliver Schenk. Ich kenne das Original nicht, doch der lasche Tonfall, in dem das Buch gehalten ist, passt

Eine Übersicht der Serie gibt es auf der Autorenseite.
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