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Die Tore zu Anubis Reich

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Titel: Die Tore zu Anubis Reich
Originaltitel: The Anubis Gates (1983)
Autor: Tim Powers

Besprechung / Rezension von Ulrich Blode

Anfang des 19. Jahrhunderts will ein ägyptischer Magier die britische Regierung zu stürzen. Das magische Ritual funktioniert nicht wie gewünscht. Es öffnen sich unerwartet Tore in die Zeit.

Im Jahr 1983 bekommt Professor Brendan Doyle ein äußerst ungewöhnliches Angebot. Doyle ist Kenner des relativ unbekannten Dichters William Ashbless. Er erhält die Gelegenheit, durch einen Zeitspalt in das Jahr 1810 zu reisen, um einem Vortrag des Dichters Samuel Taylor Coleridge beizuwohnen, eine Zeit, in der auch Ashbless lebte. Die Zeitreisegruppe wird in der Vergangenheit jedoch beobachtet. Doyle wird vom Zigeuner Dr. Romany, Helfer des ägyptischen Magiers, entführt. Romany will wissen, woher die Reisenden stammen und wer sie sind.

Brendan Doyle kann entkommen. Und die darauffolgenden Ereignisse lassen ihn Bekanntschaft mit altägyptischer Magie, Londoner Bettlerbanden und einem körperwechselnden Werwolf machen. Aus besonderen Umständen wird Doyle zum historischen William Ashbless und schreibt dessen berühmtestes Gedicht. Die verschiedenen Verwicklungen führen zum erfolgreichen Kampf gegen Romany, dessen Gruppe und den Meister in Ägypten.

Tim Powers' Die Tore zu Anubis Reich ist weder ein reiner Science-Fiction- noch ein Fantasy-Roman. Möchte man es einem Science-Fiction-Genre zuordnen, dann wäre Steampunk das passende. Neben der originellen Geschichte sind die Personen am spannendsten geschildert. Powers versteht es, die Figuren durch ihre Handlungen, Denkweisen und Details zu charakterisieren, so dass es Doyle mit glaubhaften Feinden zu tun bekommt. Und das geschilderte London ist auch nicht die freundlichste Stadt der Welt. Der Roman ist eine Abenteuergeschichte und mag zu überraschen.

William Ashbless ist gemeinsam von den Autoren Tim Powers und James P. Blaylock erfunden worden. Unter dem Namen Ashbless veröffentlichten sie gemeinsame Geschichten im College. Mit verschiedenen Veränderungen taucht die fiktive Figur mehrmals in Blaylocks und Powers' Büchern auf.

Die Tore zu Anubis Reich erhielt folgende Preise (Awards): Philip K. Dick Memorial (1984), SF Chronicle (1984), British SF (1986), Prix Apollo (1987), Readercon als bester Reprint (1990), Geffen (2001). Der Roman belegte bei einer Umfrage (Locus All-Time Poll) nach dem besten Fantasy Roman vor 1990 den 14. Platz.

Bewertung: 9 von 10 Punkten

Deutsche Ausgaben (Stand März 2004):

Serie / Zyklus: ~
Titel: Die Tore zu Anubis Reich
Originaltitel: The Anubis Gates
Übersetzung: Walter Brumm
Verlag / Buchdaten: München, Heyne Verlag, 1988

Serie / Zyklus: ~
Titel: Die Tore zu Anubis Reich
Originaltitel: The Anubis Gates
Mit einem Vorwort von James P. Blaylock
Übersetzung: Walter Brumm, vollständig überarbeitet und ergänzt von Hannes Riffel in Zusammenarbeit mit Bernhard Kempen
Verlag / Buchdaten: München, Heyne Verlag, 2004

Tore zu Anubis Reich - Rezensionsübersicht

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