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Die Tochter des Lichts (Das magische Land, 3. Band)

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Reihe: Das magische Land, 3. Band
Titel: Die Tochter des Lichts
Originaltitel: The Last Paladin (2009)
Autor: Kathleen Bryan
Übersetzung: Inge Wehrmann
Titelbild: Tertia Ebert und J. K. Potter
Buch/Verlagsdaten: Wilhelm Goldmann Verlag 46589 (11/2008) , 254 Seiten, 12 €, ISBN: 978-3-442-46589-7 (TPB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Averil möchte in ihr Land, das Königreich von Lys, zurück. Die Chancen stehen gut, denn König Clodovec, der die Welt unterjochen wollte, starb. Aber die Rückkehr verläuft nicht nach ihren Vorstellungen. Überall schlagen ihr Argwohn und Misstrauen entgegen; zudem sind die Verbündeten der Schlange immer noch im Land tätig. Zum Glück muss sie die Zeit nicht allein verbringen, muss nicht allein gegen ihre Feinde antreten. Da sind immer noch die Reste von Clodovecs seelenlosen Armeen und die Schlangenanhänger, die ihre Göttin befreien wollen. Die Krönung Averils steht unter keinem guten Stern. Von Gereint und den Rittern der Rose getrennt, findet sie sich plötzlich in Estebans Nähe wieder. Er unterbreitet ihr ein verlockendes Angebot, nämlich ihn zum Gemahl zu nehmen und mit der Schlangenmagie das Land neu erblühen lassen. Diese Vereinigung böte zudem die Möglichkeit, viele Menschenleben zu retten.
Gereint hingegen sucht Averil. Er ist anscheinend der Einzige, der die Intrigen und Zusammenhänge durchschauen kann. Als Knappe ist er jedoch dem Orden der Rose zu Gehorsam und Loyalität verpflichtet. Er steht mit seinen Ansichten allein und im Gegensatz zu den älteren Rittern da. Diese sind nicht in der Lage, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Sie sind immer noch überzeugt, der Magie der Schlange gewachsen zu sein. Die einzig wirksame Waffe gegen die Schlangengöttin ist jedoch die Magie, die Gereint und Averil gemeinsam wirken können. Davon ist Gereint felsenfest überzeugt.

Zwar findet die Trilogie ihr Ende, indem sie alle Handlungsstränge zusammenführt. Wichtig für Leser ist, dass beide Vorgänger bekannt sind. Ohne "Der Orden der Rose" und "Das Amulett der Schlange" versteht man den Roman und Abschlussband leider nicht - die Spannung fehlt ein wenig. Der Kampf gegen die Schlange und ihre Diener ist durchaus interessant, aber zu schnell. So richtig überzeugt hat mich die Trilogie leider nicht.
Wer es noch nicht anhand der Karte erfuhr: Der Hintergrund der Erzählung ist eindeutig Europa, und zwar vor allem die Länder Frankreich und England. Der Orden der Rose erinnert an den britischen Rosenkrieg, und andere Hinweise mehr weisen darauf hin, dass die Autorin ein wenig in der europäischen Geschichte kramte, um ihre Erzählung zu schreiben. Auch die Tafelrunde Artus und der weise Merlin finden ihre Entsprechungen. Anleihen zu nehmen ist nicht verwerflich. Andere Autorinnen und Autoren greifen zu den gleichen Mitteln. Ähnlich Marion Zimmer Bradley erschafft Kathleen Bryan eine starke Frauenfigur, die sich den Widrigkeiten des Lebens stellen muss. Aber es fehlt der ... `Kick’.

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