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Die Sternenarche (Perry Rhodan - Lemuria, Band 1)

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Serie / Zyklus: Perry Rhodan - Lemuria

Lfd. Nummer: 1

Titel: Die Sternenarche

Autor: Frank Borsch

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag,
ISBN 3-453-53003-9

Titelbild: Oliver Scholl

Erscheinungsdatum: 2004

Eine Besprechung / Rezension von Andreas Schweitzer
Weitere Rezensionen von Andreas Schweitzer findet man hier auf fictionfantasy oder auf seiner großen Homepage http://www.acrusonline.de

Die Milchstraße im 49. Jahrtausend: Perry Rhodan hat sich als Passagier an Bord des Prospektorenraumschiffs PALENQUE in den Orchent-Sektor begeben, um in diesem Niemandsland geheimen Kontakt mit den Akonen aufzunehmen. Der Sektor, der für Raumschiffe sehr gefährlich ist, wird zumeist von Forschungs- und Prospektorenraumschiffen aller Rassen besucht. Doch ein tragischer Unfall lässt Rhodans Mission hintenanstehen. Als eines der Beiboote der PALENQUE verschwindet, stößt man bei der Suche nach ihm auf ein merkwürdiges Raumschiff. Im Innern finden Rhodan und seine Gefährten einen Menschen, der, bevor er Informationen preisgeben kann, wegen eines folgenschweren Missverständnisses zu Tode kommt. Die PALENQUE rekonstruiert den Kurs des fremden Schiffes und stößt dabei auf ein uraltes Generationsraumschiff der Lemurer, das seit über 50 000 Jahren durch die Galaxis fliegt. Doch die Terraner sind nicht die Einzigen, die auf das Schiff stoßen. Auch die Akonen haben die Spur aufgenommen...

Frank Borsch, dessen Romane schon in den vorangegangenen Zyklen Andromeda und Odyssee für sich punkten konnten, legt mit Die Sternenarche einen nicht unbedingt furiosen Start des Lemuria-Zyklus vor. Seine Schilderungen des Lebens an Bord der NETHACK ACHTON, wie die Sternenarche von ihren Bewohnern genannt wird, sind zwar plastisch und auch die Zeichnung der Charaktere kann beeindrucken, doch so richtige Spannung will auf den ersten hundertfünfzig Seiten nicht aufkommen. Daran ändert auch das Auftauchen eines akonischen Forschungsschiffes nichts. Richtig interessant wird es erst, wenn ein Team aus Terranern und Akonen in das Generationsraumschiff vordringt. Die Konfrontationen zwischen den Lemurern und dem Team werden spannend geschildert, wie auch die Folgen, die daraus entstehen. Gleichzeitig überzeugt Borsch durch eine solide Kenntnis des PR-Universums. So wird dem Leser beispielsweise auf der NETHACK ACHTON eine Variante des Vhrato-Kultes geboten, der in der PR-Serie einmal eine gewichtige Rolle gespielt hat. Da sich auch Leser in den Zyklus einfinden sollen, die mit PR nicht soviel am Hut haben, die Serie nicht kennen oder einfach nur mal hineinschnuppern wollen, bietet der Roman auch zahlreiche Erklärungen zu Ereignissen im Perryversum, die für die Handlung relevant sind. Selbst für PR-Fans sind diese Passagen interessant geschrieben.

Im Buch enthalten ist auch ein sehr informativer Artikel von Hartmut Kasper, in dem das Thema Generationsschiff tiefer beleuchtet wird. Dabei zeigt der Autor die Bedeutung des Stilmittels für die Science Fiction im Allgemeinen und für die Perry-Rhodan-Serie im Besonderen auf. Immerhin hat man mit der SOL hier eine langlaufende Tradition begründet, die auch schon in der alten Atlan-Heftserie benutzt wurde. Aber auch die realen Planungen eines Konrad Ziolkovsky werden hier dem Leser näher gebracht.

Auch wenn der Start von Die Sternenarche etwas schleppend verläuft, so kann der Roman vor allem in der zweiten Hälfte viel wieder wettmachen. Frank Borsch bringt einem die Welt der NETHACK ACHTON sehr eindringlich nahe, was Lust auf mehr macht. Hinzu kommt ein Anhang, der die Thematik noch etwas vertieft. So bekommt der Leser für sein Geld einiges geboten. Auf jeden Fall ein guter Beginn für den sechsbändigen Lemuria-Zyklus. Unbedingt lesenswert!

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