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Die sechste Kolonne

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Serie/Zyklus: ~
Titel: Die sechste Kolonne
Originaltitel: The Day after Tomorrow (1942/1949)
Autor: Robert A. Heinlein
Übersetzer: Thomas Schlück
Verlag/Buchdaten: Heyne SF & F 3927, 143 Seiten, ISBN: 3-453-30877-8

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Es gibt Erfindungen, die werden einfach zu spät gemacht. Kurz nachdem ein imperialistischer asiatischer Riesenstaat die USA überrollt hat, findet eine Hand voll Soldaten in einer Forschungsstation eine ultimative Waffe. Der Durchbruch in der Forschung versetzt die Hand voll Männer in die Lage, fast alles Unmögliche zu vollbringen. So können Gegenstände durch die Luft bewegt werden und Menschen von einem Schutzfeld geschützt werden. Das Wichtigste aber ist eine Strahlung, die Menschen paralysieren oder auch töten kann. Daran ging auch die ursprüngliche Crew des Bunkers zu Grunde. Doch all das hilft diesem Häuflein Menschen nicht, denn die Eroberer regieren mit harter Hand. Als ein Mitglied der Regionalregierung bei einem Attentat stirbt, lassen sie 150.000 Menschen hinrichten. So entsinnt man eine List. Unter dem Deckmantel einer Religion geben sich die Männer als Priester von Mota (die Umkehrung von Atom) aus. Ein langfristiger Plan soll den Sieg über die Unterdrücker herbeiführen.

Diese Geschichte erschien 1942 als Serie im Magazin Astounding Science Fiction, also lange vor Ausbruch des kalten Krieges. Die Pan-Asiaten stellen also nur einen externen Feind dar, der austauschbar ist. Das Ganze fußt auf einer Idee des Herausgebers John W. Campbell, dem es nie gelang, diese Geschichte in eine gelungene Fassung zu bringen. Heinlein bietet nun eine typische Geschichte aus dem goldenen Zeitalter der SF, aber ich war überrascht, dass die Geschichte dann besser war, all ich befürchtet hatte. Die Idee mit den Priestern ist originell ersonnen und der Autor erzählt sehr spannend. Hier und da finden sich ein paar kleine Logiklöchlein, aber insgesamt bot die Geschichte gediegene Unterhaltung. Die ist bestimmt kein Klassiker des Genres, aber zumindest ein Roman, den man auch heute noch lesen kann.
6 von 10 Punkten.

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