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Die Rückkehr der Zehnten

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Serie: ~
Titel: Die Rückkehr der Zehnten
Autor: Nina Blazon
Titelbild: Joachim Knappe
Buch/Verlagsdaten: cbt Verlag 30319 (7/2007); 345 Seiten; 7,95 €; ISBN: 978-3-570-30319-1

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Gemeinsam mit ihrer Mutter fahren die Zwillinge Levin und Lis von München aus zu ihren Verwandten. Onkel und Tante wohnen in Piran in Slowenien an der Küste des Mittelmeeres. Den beiden gefällt der plötzliche Ausflug ganz und gar nicht. Vor allem Levin ist nicht begeistert, wollte er doch zu einem lange geplanten LARP, einem Live-Rollenspiel-Treffen. Er spielt die Figur eines Hohepriesters des Gottes Swantewit. Mit einem Kampf als Hohepriester, auf einem Video festgehalten, beginnt das Buch auch. Levin ist total verliebt in das Rollenspiel, während seine Schwester das Spiel nicht sonderlich prickelnd findet. Die Vettern Sascha und Bojan hingegen sind vollkommen hin und her gerissen.
Levin und Lis gehen im Mittelmeer schwimmen und finden zufällig ein altes Medaillon. Die eigenartige Inschrift können sie nicht lesen. Sie schreiben die Zeichen ab und besuchen ein örtliches Museum. Dort wird ihnen geholfen; ein Museumswächter hilft ihnen, kann die Schrift jedoch nicht ganz entziffern. Er meint den Begriff Desetnica erkannt zu haben. Dieser Begriff steht in Verbindung mit einem alten Fluch. Danach soll die zehnte Tochter, sofern sie nicht geopfert wird, Unglück über eine Familie bringen. Nicht gerade aufgeklärt gehen die Zwillinge wieder nach Hause und denken nicht mehr sehr oft an das Medaillon. Andererseits hören sie von Sarazenenschiffen, die als Geisterschiffe in der Nähe auftauchen sollen. Bei einem spätabendlichen Spaziergang taucht aus dem Meer eine fremde Stadt auf. Levin, in der Kleidung seiner Rollenspielfigur, und Lis begeben sich über einen alten Holzpfad dorthin und sind gefangen in einer fremden Welt.
Die Stadt wird von einer Priesterkaste beherrscht, die die Stadt in eisernen Griff hält und Poskur, den Gott des Feuers, anbetet. Als vor den Mauern der Stadt ein Sarazenenheer auftaucht, herrscht in der Stadt Angst und Schrecken. Die Anführerin des Heeres ist Desetnica, die einst aus der Stadt floh. Mit dem Heer will sie die Stadt von der schrecklichen Priesterkaste befreien.
Lis und Levin sind in die Geschehnisse von Antjanas verwickelt. Levin versucht bei den Priestern unterzukommen und sich deren Vertrauen zu erschleichen. In der gleichen Zeit ist Lis damit beschäftigt, sich einer Untergrundbewegung anzuschließen. Die Untergrundbewegung will die Rückkehr der Zehnten vorbereiten. Die Bewegung ist eine Gruppe von Menschen, die wie Lis ein Medaillon tragen.

Die Inhaltsangabe ist nur angerissen. Die beiden Hauptpersonen Lis und Levin werden intensiv beschrieben und dem Leser so nahe gebracht. In Begleitung der beiden Handlungsträger lernt man eine geheimnisvolle Stadt namens Antjana kennen. Ein phantastischer Erzählstil mit ebenso phantastischen Elementen, einfühlsam und fesselnd geschrieben, mit gefühlsstarken, sympathischen Charakteren. Folgen wir der jungen Frau, lernen wir die Welt aus ihrer Sicht kennen. Wir begleiten ein zunächst schüchternes, unscheinbares Mädchen, das mit den Aufgaben, die sie in Angriff nimmt, wächst und immer selbstsicherer wird. Ein Roman, der mit Fantasy-Elementen angefüllt ist, aber im eigentlichen Sinn ein Roman ist, der die Entwicklung eines Mädchens erzählt.