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Titel: Die Opalverschwörung |
Obgleich die Gesamtausgabe der „Opalverschwörung“, welche die vier Einzelalben „Der Schwur“ (Le Serment; 2005), „Die Loge“ (La Loge; 2006), „Die Edelsteine“ (Les Gemmes; 2007) sowie „Die Manuskripte“ (Les Ordonnances; 2009) umfasst, mit über 200 Seiten vergleichsweise umfangreich ausfällt, bietet die Geschichte überraschend wenig fesselnden Inhalt.
Was zunächst recht abenteuerlich, dynamisch sowie einen originellen Ansatz versprechend beginnt und mit durchaus starken, charismatischen Hauptfiguren aufwartet, verliert sich schnell in historischen Nebenschauplätzen, Vorhersehbarkeiten, z.T. platten Dialogen und kommt zudem nur so langsam voran, dass man zuweilen meint, die Handlung trete auf der Stelle. Zahlreiche Rückblenden bringen zwar Licht in die mysteriöse Geschichte, sind aber oftmals selbst nicht minder zäh als die Hauptgeschichte inszeniert. Einen echten dramaturgischen Fehlgriff leisten sich die Autoren mit der Einbindung einiger metaphysischer Elemente, die im historischen Kontext vollkommen deplatziert wirken, da sie die Story auf eine geradezu billige effektheischerische Ebene herabziehen, auf der Philosophie, Historie und Gesellschaft an Bedeutung verlieren.
Dass der Sammelband unter Strich dennoch äußerst unterhaltsam ist, liegt am brillanten Artwork Ludovic Dubois' (alias Grun): in seinen perspektivisch abwechslungsreichen, detaillierten – ja geradezu detailverliebten -, hochauthentischen und feinstrichigen Zeichnungen sowie der stimmungsvollen, gleichermaßen farbenfrohen wie zarten Koloration fängt er nicht nur das historische Ambiente – Architektur, Technik, Kleidung und Physiognomien - perfekt ein, sondern bietet dem Leser ein visuell aufregendes Panel nach dem anderen.
Abgerundet wird das künstlerisch überzeugende Album durch einen 13-seitigen, informativen – wenn auch nicht kommentierten - Einblick in Gruns Skizzenbuch.
Fazit: Das grandiose Artwork vermag im Gegensatz zur zwar abenteuerlichen, aber unterm Strich deutlich zu umständlich erzählten Story rundum zu überzeugen. Alleine Gruns Bilder rechtfertigen den Erwerb dieses umfangreichen Sammelbandes vollends.
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