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Die lange Reise

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Serie/Zyklus: ~
Titel: Die lange Reise
Originaltitel: Orphans in the Sky (1941)
Autor: Robert A. Heinlein
Übersetzer: Walter Brumm
Verlag/Buchdaten: Heyne SF & F Band 3101, 159 Seiten

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Das Raumschiff Vanguard ist seit Jahrzehnten unterwegs nach Proxima Centauri. Nach vielen Jahren haben die Nachfahren der ursprünglichen Besetzung nicht nur vergessen, was das Ziel der Reise ist, sondern eine eigene Religion aufgebaut. Das geozentrische Weltbild verneint alles außerhalb der Schiffshülle. Hugh Hoyland, ein aufgeweckter junger Mann, der mehr erreichen möchte als das Leben als Bauer in einer kleinen Dorfgemeinde (das Schiff weißt umfangreiche Ackerflächen auf, damit die Besatzung versorgt, aber auch der Sauerstoffgehalt der Luft sichergestellt wird), wird während einer Erkundung verlassener Schiffsbereiche von sogenannten Meuterern überwältigt. Doch die hauptsächlich aus Mutanten besehende Gemeinschaft ist ganz anders, als Hugh sie sich vorgestellt hat. Ihr Anführer Joe-Jim ist ein sehr intelligenter Mann, der es wohl in Hughs Welt weit gebracht hätte, wenn er nicht zwei Köpfe  hätte. Joe-Jim zeigt ihm das Weltall und Hugh ist fasziniert von der Unendlichkeit. Bald jedoch stellt er fest, dass sich das Schiff einem Stern nähert, der immer größer zu werden scheint. Die Vanguard nähert sich dem Ende der Reise und zusammen mit Joe-Jim plant Hugh die Vereinigung der Schiffsbesatzung. Doch wie sollen die Menschen dazu gebracht werden, das Schiff zu verlassen, das sie als einzige, wahre Realität ansehen?

Heinleins Roman, der aus zwei Novellen besteht, die nahtlos ineinander übergehen, wurde bereits 1941 in zwei Teilen veröffentlicht. Der Roman, den man auch zum Future-History-Kanon zählt, erschien aber erst 1963. Die Geschichte ist trotz ihres Alters durchaus gelungen. Aufgrund der Beschränkung des Umfangs gerät manches ein wenig zu kurz, aber die Grundidee ist gelungen. Joe-Jims Dialog mit sich selbst erinnert mehr als einmal an Douglas Adams Zaphod Beeblebrox. Man kann durchaus sagen, Joe-Jim war der Großvater der Figur.
Zum Ende hin wird die Geschichte noch komprimierter. Heinlein hätte vielleicht gut daran getan, vor der Buchveröffentlichung die Geschichte noch einmal zu überarbeiten und auszubauen. Eine mehr personenbezogene Erzählung hätte der Geschichte gut getan. So aber ist das Ganze eine sehr nüchterne Nacherzählung. So fällt es schwer, sich wirklich mit Hugh zu identifizieren. Aber immerhin wartet der Autor mit einem ungewöhnlichen Ende auf.
6 von 10 Punkten

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