Die Krieger der Stille (1. Band der Trilogie)

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Serie: Die Krieger der Stille, 1. Band der Trilogie
Titel: Die Krieger der Stille
Originaltitel: Les guerriers du silence (1993)
Autor: Pierre Bordage
Übersetzung : Ingeborg Ebel
Titelbild: Stephan Martiniere
Buch/Verlagsdaten: Wilhelm Heyne Verlag 53050 (6/2007), 747 Seiten, 15 €, ISBN: 978-3-453-53050-8

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Die Menschheit hat sich über einen großen Teil des Spiralarms der Milchstraße ausgebreitet, in dem das heimatliche Sonnensystem beheimatet ist. Der Großteil der besiedelten Welten hat sich in der Naflinischen Konföderation zusammengeschlossen. Der Bund wurde von Systemherrschern geschlossen, die sich alle paar Jahre treffen, um die Geschicke der Konföderation zu besprechen. Auf der Welt Syracuse haben die Scaythen die Herrscherfamilie unterwandert. Im Schulterschluss mit der Kirche des Kreuzes wollen sie die Konföderation als größtes Hindernis zerschlagen und die Menschheit unterjochen, indem sie die Macht selbst übernehmen. Lediglich die Krieger der Stille sind eine Bedrohung für die Scaythen. Dabei sind diese Krieger lediglich eine Legende, denken die meisten Menschen. Als der junge Tixu Oty eines Tages die mysteriöse Aphykrit vor einem Scaythen-Kommando rettet, erfährt er, dass er einer der legendären Ritter werden kann. Die Scaythen sind in der Lage, mittels Gedankenkraft zu töten, doch die Auserwählten des Ordens können sich dagegen schützen. Wie eben Tixu Oty. Allerdings ist der Orden nicht nur sehr alt und soll vor Angriffen von außen schützen, er ist auch in sich uneins.

Die Stärke dieses Romans liegt darin, aus Frankreich zu kommen. Er entspricht nicht den angloamerikanischen SF-Vorlieben, die sich zur Zeit in Militäry-SF ergötzen. Dafür bietet Pierre Bordage uns eine in allen Einzelheiten beschriebene Welt. Mit jedem Kapitel lernen wir neue Orte und Handlungsträger kennen. In der Folge erarbeitet sich der Leser eine Menge Wissen über ein neues Universum, das der Autor gekonnt mit Leben füllt. Nicht sonderlich originell ist jedoch der Plot, der um den Reisebüroangestellten Tixu Oty aufgebaut wird. Das Gleiche gilt für viele Klischees, die uns geboten werden. Pädophile Priester, Vergewaltigungen unwilliger Weiber, ungeliebte Verwandte, machthungrige Gegner. Die Frage, die sich mir stellt, ist nicht, wann kommt der nächste Roman, sondern wird er besser sein? Vielleicht ist die Übersetzung schuld, dass ich mich literarisch unbefriedigt fühlte? Meine Euphorie, europäische SF zu lesen, legte sich leider sehr schnell.
Die Folgebände sind Terra Mater und Die Zitadelle der Hyponeros.

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