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Phantast
| Die Chroniken der Schattenwelt: Nephilim |
| Buch - Fantasy (B) | |||||
Schwer atmend kam er zu sich. Er lag auf dem Fußboden vor der Pritsche. Noch immer schmeckte er Ascheflocken auf seiner Zunge, sah die verbrennenden Nephilim und hörte ihre Schreie in Todesfurcht, während ihre Bilder durch sein Innerstes rasten und ihn zittern ließen. Ein heftiger Schmerz durchzog seine Brust, er krümmte sich zusammen und schlag die Arme um seinen Leib, und dann, lautlos und einsam in der Dunkelheit, weinte er. Inhalt: Buchaufmachung: Meine Meinung: Der Einstieg geht sehr schnell vonstatten, schon auf den ersten 50 Seiten erfährt Nando von seiner eigentlichen und wirklichen Bestimmung. Man bekommt einen ersten Einblick in sein Leben und seine Beziehungen zu den Menschen darin. Er selbst scheint von Anfang an bodenständig, sympathisch und vor allem überlegt, was sich auch im Laufe des Buches bewahrheitet. Durch seinen gut ausgefeilten Charakter mit Ecken und Kanten konnte ich sofort mitfühlen und war mittendrin. Auch die anderen Figuren, von Nandos Familie über die Bewohner Bantoryns, der Nephilimstadt, bis hin zu den Bösen, fiel mir niemand auf, der nicht authentisch und großartig schraffiert wäre. Auch die Wandlungen der einzelnen Charaktere, zum Beispiel die von Noemi, waren zwar teilweise zu vermuten, verloren aber nicht ihren Reiz und wurden von Schwartz sehr gut dargebracht. Durch die wunderbaren Personenbeschreibungen fühlte es sich fast an, als wäre ich dabei, was ich sehr genoss. Auch der Schreibstil ist famos - die Welt, die hier erschaffen wurde, ist komplex und erstaunlich, voller zauberhafter Elemente und guter Überlegungen. Hier merkt man wirklich, wie viel Mühe die Autorin sich dabei gegeben hat, Bantoryn und auch die übrige Schattenwelt zu entwerfen und so atemberaubend und gleichzeitig authentisch wie möglich zu erschaffen. Ebenso hat sie sich eindeutig etwas einfallen lassen, denn hier kommt sehr viel Neues auf, was man so noch nie gelesen hat. Allerdings, und das ist das Problem, ergeht Schwartz sich dabei manchmal in seitenlangen Beschreibungen, die zwar durch die wunderschönen Vergleiche eine super Atmosphäre vermitteln, leider aber auch sehr ermüdend wirken. Der Stil ist sehr, sehr ausufernd und detailreich, sogar die kleinsten Dinge werden ausführlich erklärt und so fühlt man sich nach 50 Seiten manchmal außerstande, noch weiterzulesen - jedenfalls ging es mir so. Trotzdem lässt die Spannung nicht zu wünschen übrig. Nando muss in seiner neuen Heimat lernen, seine Magie zu kontrollieren und dafür einige Prüfungen ablegen. Durch den Hass, der ihm entgegen brandet, ist diese Zeit für ihn sehr schwer, denn er muss beweisen, dass er nicht denselben Fehler begehen wird wie sein Vorgänger. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen ihm und den Schülern oder Bewohnern, wodurch man starkes Mitgefühl zu ihm bekommt. Gleichzeitig wirkt der Protagonist aber auch grade dann unheimlich stark, was ihn gleich noch sympathischer macht. Die Kämpfe sind wunderbar beschrieben und fesseln jedes Mal aufs Neue, jedoch wirken sie irgendwann leicht ausgelutscht - denn steht ein Ausflug für die Schüler an, weiß man sofort, dass dabei etwas passieren wird, was einiges an Überraschung nimmt. Hier wäre weniger vielleicht ein bisschen mehr gewesen - ebenso wie der Aspekt, dass gleich zwei Gegner immer wieder in kurzen, eingeschobenen Kapiteln die Protagonisten sind. So kann man zwar auch deren Taten mehr nachvollziehen, aber wie ein wenig too much kam es mir doch vor. Dafür lässt Gesa Schwartz ihren Roman auf den letzten hundert Seiten durch einen fulminanten Showdown und ein paar unvorhersehbare Ereignisse doch noch zu einem echten Pageturner werden, obgleich die vielen Beschreibungen auch hier etwas störend sind. Ich war gefesselt und gebannt, habe mitgehofft und mitgebangt - es gibt viele Tote, viel Magie und viel, viel Nervenkitzel. Hier kam für mich noch einmal rüber, wie großartig die magischen Elemente hier eingebunden wurden - sodass ich letztendlich doch sehr zufrieden war. Fazit:
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Irgendwie fi...
a hatte ich natürlich nicht gesucht, sond...


