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Startseite - Film - Horror & Mystery - The Descent 2 - Die Jagd geht weiter
The Descent 2 - Die Jagd geht weiter
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: The Descent 2 - Die Jagd geht weiter
Originaltitel: The Descent: Part 2
Regie: Jon Harris
Drehbuch: James Watkins
Darsteller: Shauna MacDonald, Natalie Jackson Mendoza, Krysten Cummings, Gavan O`Herlihy, Joshua Dallas, Anna Skellern, Douglas Hodge u. a.
Musik: David Julyan
FSK: 16 Jahre (gekürzte Fassung)
Laufzeit: 89 min
Großbritannien, 2009

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Das unterirdische Gemampfe und Gemetzel geht weiter: Kurze Zeit zuvor machten sich sechs Freundinnen auf zu einer spannenden Höhlentour in Hyett County. Die wurde dann anscheinend wieder packender als erwartet, denn die mutigen jungen Damen tauchten nicht wieder auf. Daher wurde nun ein Suchtrupp delegiert, der mit vielversprechender Erfolglosigkeit nach den Vermissten fahndet. Indes wird plötzlich die blutbesudelte und völlig verwirrte Sarah umherirrend aufgefunden. Ihrer Sinne beraubt und völlig apathisch gibt sie natürlich den Helfern genügend Anlass, noch Grauenhafteres zu vermuten. Der Sheriff und seine Männer steigen also abermals in die Klaustrophobie unzähliger Gänge, Höhlen, Erker und Nischen, um das Rettungsteam intuitiv zu den anderen zu führen. Kaum ist Sarah unten angekommen, scheinen die schlimmen Erinnerungen an die letzten Tage wieder aufzuflackern, und somit weiß sie endgültig, dass es wirklich eine ungesunde Idee war, abermals in den von schleimigen, stinkenden und stets hungrigen Bestien bevölkerten Horror-Hades hinabzukraxeln. Schon wird die erste, völlig zerfressene und zerfetzte Frauenleiche gefunden, wenn man diesen Begriff überhaupt noch gebrauchen darf. Denn was da zu sehen ist, kann nicht mehr als menschlich bezeichnet werden

Der Fluch und Segen von Folgefilmen zeigt sich auch hier: nämlich zum einen den Erwartungen des Zuschauers gerecht zu werden und auf der anderen Seite etwas völlig Neues zu bieten. Das gelingt selten, denn auch in „The Descent 2" bekommt man bis auf die modifizierten Protagonisten nicht wirklich Neues geboten. Wie soll das bei diesem Sujet funktionieren, das auf reine Effekte bedacht ist? Und das ist hier besser gelöst als zuvor: Denn das gut inszenierte und packend bebilderte Sequel des Vorgängers überrascht mit härterem Splatter, obgleich ruhiger und anschaubar montiert. Der verwirrende Stakkato-Schnitt scheint hier wenigstens der Minimalanforderung des Films, nämlich eine Geschichte in Bildern zu erzählen, gewichen zu sein. Das beweist auch die stärkere Präsenz der nett designten Kreaturen, die sich zwischenzeitlich überdies noch vermehrt haben, wie die Karnickel unter dem Rübenfeld. Für Splatter- und Gorefans ein gefundenes Fressen, zart besaiteten Sensibelchen, die schon mit dem Prequel ihre Magenprobleme hatten, ist abzuraten.

 

The Descent 2 - die Rezension von Max Pechmann

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