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Der rote König (Star Trek Titan, Band 2)

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Serie: Star Trek Titan
Titel: Der rote König
OT: Star Trek - Titan: The Red King
Autoren: Michael A. Martin & Andy Mangels
Übersetzer: Stephanie Pannen
Verlag: CrossCult (2009), Seiten: 377, ISBN: 978-3-941248-02-1

Eine Besprechung / Rezension von Andreas Schweitzer
Weitere Rezensionen von Andreas Schweitzer findet man hier auf fictionfantasy oder auf seiner großen Homepage http://www.acrusonline.de

Nach den dramatischen Ereignissen in Eine neue Ära hat es die TITAN, das Schiff von Captain William T. Riker, rund 200.000 Lichtjahre von ihrem letzten Standort entfernt verschlagen. Hier, in der Kleinen Magellanschen Wolke  , hat man nur wenig Zeit, die Scherben zusammenzufegen. Aber man ist nicht allein. Auch der romulanische Warbird VALDORE unter dem Kommando von Commander Donatra wurde dorthin versetzt. Gemeinsam hatte man sich auf die Suche nach einer vorschollenen Flotte gemacht, die sich in der Nähe des Explosionsorts der SCIMITAR, des Schiffs von Praetor Shinzon, aufgehalten hatte. Die Vernichtung der Thaleron-Waffe des Schiffes hat einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum geschaffen, der die Verbindung zu der Satellitengalaxis der Milchstraße geschaffen hat. Schnell stellt sich heraus, dass auch ein klingonischer Kreuzer den Durchgang mitgemacht hat.

Das Gebiet, in dem sich die drei Schiffe aufhalten, ist der Föderation nicht unbekannt. Schon einmal hat es Menschen dorthin verschlagen. Zuletzt war die EXCELSIOR unter Captain Sulu dort gewesen. Damals war man auf genetisch veränderte Abkömmlinge menschlicher Kolonisten gestoßen, die sich der Umgebung angepasst und eine eigene Zivilisation begründet hatten: die Neyel.

Bei ihrer Suche stößt die VALDORE auf die Überreste einer Neyel-Flotte. Unter den Überlebenden befindet sich auch der junge Frane, der sich von dem kriegerischen Hintergrund seiner Rasse losgesagt hat. Über ihn erfahren Menschen, Romulaner und Klingonen von einer Wesenheit, die der Rote König genannt wird und der nach den Neyel-Legenden in einem tiefen Schlaf liegt. Wenn er erwacht, würde dies das Ende des Universums darstellen. Was wie ein Märchen klingt, stellt sich als wissenschaftliches Fakt heraus. Der Rote König ist ein Protouniversum, das versucht in unseres einzudringen. Dabei verschlingt es alles, was sich ihm in den Weg stellt.

In der Zwischenzeit findet man auch eine Spur der verschwundenen Flotte. Diese steht unter dem Einfluss des Roten Königs, der langsam ein Bewusstsein entwickelt. In einer halsbrecherischen Aktion versuchen Menschen und Romulaner die Flotte aus dem Einfluss zu reißen, was auch gelingt. Doch Riker und Donatra ahnen nicht, dass sie damit die Neyel zum Tode verurteilt haben, denn der Rote König schlägt zurück ...

In einer Zeit, in der längere Buchserien immer beliebter werden, verwundert es nicht, dass der zweite Roman um das Raumschiff von William Riker nahtlos an seinen Vorgänger anschließt. Andy Mangels und Michael Martin setzen ihr bewährtes Rezept fort. Sie bieten ein buntes Potpourri mit exotischen Lebensformen, einer spannenden Story sowie neuen und alten Charakteren. Die Story selbst ist mit ihren Handlungsebenen keine Sekunde langweilig, sondern erinnert oft an die alten Traditionen von STAR TREK, die Gene Roddenberry in die diversen Serien eingebracht hat. Tatsächlich erscheint es so, als ob man nach Jahren sich wieder den alten Werten des STAR-TREK-Universums zuwenden will.

Um den Leser bei der Stange zu halten, gesellen sich zu Will Riker und Deanna Troi noch einige andere Bekannte aus den anderen TV-Serien wie DEEP SPACE NINE oder VOYAGER. Der Crew selbst werden noch einige exotische Lebensformen hinzugefügt, wie man sie bisher auf dem Föderationsschiff noch nicht gesehen hat; darunter auch einige nichtmenschliche Spezies.

So ist Der Rote König durchaus als zweiter Teil des Piloten um STAR TREK: TITAN zu sehen. Obwohl als Einzeltitel erschienen, ist es schnell klar, dass man es, zusammen mit Eine neue Ära, eigentlich mit einem homogenen Roman zu tun hat. Die Fragen, die im ersten Roman am Ende aufgeworfen werden, finden hier ihre Klärung. Die Geschichte um die Ereignisse auf Romulus findet in Der Rote König seine Auflösung.

Ähnlich wie beim ersten Band macht der Roman eigentlich nur richtig Spaß, wenn man sich etwas im STAR-TREK-Universum auskennt, da sehr viele Andeutungen auf Ereignisse aus den verschiedenen Serien vorhanden sind. Dennoch gelingt es den beiden Autoren, in der Phantasie des Lesers einen kleinen Kinofilm ins Rollen zu bringen, der dem einen oder anderen Leinwandereignis des Franchises in nichts nachsteht. Vergnügliche Literatur für zwischendurch, die einen in unendliche Weiten führt.

Der rote König - die Rezension von Frank Drehmel

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