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Der Weihnachts-Troll

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Titel: Der Weihnachts-Troll. Eine winterliche Geschichte.
Autor: Krister Green
Illustrationen: Lennart Helje
Buch/Verlagsdaten: ars edition, München 1991, 32 S., ISBN: 3-7607-7687-6

Eine Besprechung / Rezension von Ulrich Karger
Weitere seiner Rezensionen finden sie unter www.buechernachlese.de.vu / Rezensionen auf fictionfantasy

Der Weihnachts-Troll mit seiner langen roten Mütze ist kleiner als ein Kind und versteht so manches nicht.
"Ich verstehe die Bäume und auch die Tiere, doch die Menschen verstehe ich überhaupt nicht." Und weil er ein Weihnachts-Troll ist, fragt er am Anfang des Buches seinen Freund, den Fuchs, dann auch: "Du, Fuchs, warum haben manche Menschen große Bauernhöfe und andere nicht einmal genug zu essen?"
Der Fuchs schickt ihn zu den Pferden im Dorf, und dabei erfährt der Troll von der Not eines armen Bauern der Schulden bei dem reichen Bauern Geldwichtig hat. Alles wird ihm weggenommen, und das auch noch im kalten Winter kurz vor Weihnachten.
Das Strickmuster ist alt, aber bewährt: Der Troll hilft den armen Bauern, indem er - zwar klein, aber zauberkräftig - den reichen Bauern am eigenen Leib erfahren lässt, wie sich Armut anfühlt. Zu guter Letzt wird aus dem reichen Bauern Geldwichtig der Bauer Goldrichtig, der sich nun allen freundlich und hilfsbereit zeigt. Der Troll versteht die Menschen noch immer nicht, aber er will wieder zu ihnen gehen, weil es ihm die Freude der beschenkten armen Bauernfamilie angetan hat.
So weit, so gut. Wirklich bezaubernd an diesem Bilderbuch sind die Bilder. Der Illustrator Lennart Helje nutzte pastellhafte Farbtöne, um glänzend ausgeführte Landschaften, Häuser und Personen zu kolorieren. Alle Bilder wirken wie ganz kurz in Winterzaubernebel getaucht, gerade lang genug, um sie länger als sonst anzuschauen, weil sich dahinter sehr gut so mancher Traum, so manche Weihnachtsgeschichte verbergen könnte. Die Geschichte ist nett erzählt, aber groß gewordene Kinder werden vermutlich vor allem in den Bildern ihre Kindheit wiederfinden.

Copyright © der Rezension Ulrich Karger www.karger.de.vu/

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