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Phantast
| Der Ursprung des japanischen Kultmonsters |
| Film - Horror & Mystery (F) | ||||||
In Deutschland kam "Godzilla" 1956 in die Kinos und wurde damals als "der sensationellste Film der Gegenwart" bezeichnet. Dieser Satz stellt natürlich die Tricktechnik in den Vordergrund, die sich völlig von derjenigen Hollywoods unterschied. Während in den USA die Stop-Motion-Technik den Ungeheuern Leben einhauchte (sie hielt bis Ende der 80er Jahre an und wurde darauf von digitalen Effekten mehr und mehr abgelöst), waren es in Japan Studenten in Gummianzügen, die als Monster ein liebevoll und bis ins Detail übereinstimmendes Modell einer Großstadt dem Erdboden gleich machten. Kombiniert wurde dies mit einem extrem lauten Sound, der Godzilla auch für das Trommelfell zu einer Urgewalt werden ließ. Diese Idee entwickelte Ishiro Honda gemeinsam mit dem Effektkünstler der Toho-Studios Eiji Tsuburaja, der bis hinein in die 70er Jahre die Effekte für die nachfolgenden Godzilla-Filme weiterentwickelte. Der Erfolg des Filmes war enorm. Dies führte einerseits zu einer überflüssigen US-Version des Filmes aus dem Jahr 1954. Hollywood tat dabei nichts anderes, als den Originalfilm umzuschneiden und selbst gedrehte Szenen einzufügen. Jedoch führte "Godzilla" auch zu einem Vorwurf Hollywoods an Toho, die Idee für den Film "The Beast from 20.000 Fathoms" einfach übernommen zu haben. Dieser Film, der auf Deutsch unter den beiden Alternativtiteln "Panik in New York" und "Dinosaurier in New York" bekannt ist, war eine Adaption der Erzählung "Das Nebelhorn" von Ray Bradbury. Da sowohl hier als auch bei "Godzilla" das Monster aus dem Meer steigt, um eine Großstadt heimzusuchen, warfen die amerikanischen Produzenten ihren japanischen Kollegen Ideenklauerei vor. Filmhistorisch kann dies bis heute jedoch keineswegs belegt werden. Sicher ist nur, dass bis heute der Mythos Godzilla fortlebt. Überblick der Godzilla-Reihe
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Hits: 1857 Kommentare (2)
![]() geschrieben von #NV, August 18, 2007
Weiß zufällig jemand, ob Roland Emmerichs Godzilla ein finanzieller Erfolg war? Es hat ja bisher keine Fortsetzung gegeben, obwohl die am Ende des Films angedeutet wird. Und: Hat man dieses frevlerische Werk überhaupt in Japan in die Kinos gebracht? (Godzilla umbringen - so eine Gemeinheit!)
geschrieben von #NV, August 18, 2007
Soweit ich informiert bin, spielte Emmerichs Remakedas Dreifache der Produktionskosten ein. Der Film wurde von Fans auf der ganzen Welt scharf kritisiert, da vor allem das Monster dem Originalgodzilla nicht ähnelt.Auch im Lexikon des internationalen Films kommt das Remake nicht gerade gut weg. Manche halten daher Emmerichs Film eher als Remake von Panik in New York als von Godzilla. Die Toho-Studios in Japan distanzierten sich offiziell von Emmerichs Projekt. Tatsächlich wurde Godzilla II geplant. Doch aufgrund der Anschläge vom 11. September verlegten die Studios dieRealisierung auf unbestimmte Zeit.
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Irgendwie fi...
a hatte ich natürlich nicht gesucht, sond...



Dies ist um so erstaunlicher, als der Urgodzilla ein durch und durch pessimistischer und medienkritischer Film ist, der versucht, die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges, die sich in Japan durch ein völlig niedergebranntes Tokio sowie durch die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki am eindringlichsten zeigten, zu verarbeiten. Regisseur Ishiro Honda, der selbst als Soldat im Zweiten Weltkrieg diente und in China in Kriegsgefangenschaft geriet, schuf mit "Godzilla" einen dramatischen Appell gegen Krieg und vor allem gegen den Einsatz atomarer Sprengkörper. Die Bilder der Zerstörung, die Godzilla hinterlässt, gleichen den Fotos von Nagasaki und Hiroshima nach ihrer atomaren Vernichtung. Die Musik, die jene Szenen untermalt, hat keinen Monstercharakter mehr, sondern ist eine Vertonung von Trauer und Ohnmacht, das Resultat eines verheerenden Krieges. Die Medienkritik zeigt sich in den Sensationsreportern, die auf dem Tokiotower verharren, um das Grauen live zu senden, und sich dabei in einen Katastrophenrausch hineinsteigern, bis sie selbst von dem Monster erschlagen werden. Nicht zuletzt kritisieren diese Szenen den Aufopferungswillen japanischer Arbeitnehmer, gegenüber ihren Firmen einfach alles zu geben. Auch heute haben sie nichts von ihrer Eindringlichkeit verloren.