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Der Tag der Verdammnis (Chtorr - Band 2)

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Serie/Zyklus: Der Krieg gegen die Chtorr
Titel: Der Tag der Verdammnis
Originaltitel: A Day For Damnation (1984)
Autor: David Gerrold
Übersetzer: Heinz Nagel
Cover: Boris Vallejo
Verlag/Buchdaten: Heyne Verlag, 450 Seiten, ISBN 3-453-31303-2

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Die Menschheit kämpft verbissen gegen eine Invasion, die nicht so recht greifbar ist. Ein fremdes Ökosystem macht sich auf der Erde breit, und eine ganze Reihe von Krankheiten hat die Menschheit auf einen Bruchteil reduziert. Die Überlebenden müssen die Wirtschaftssysteme wieder aufbauen, was schon schwierig genug wäre, doch immer mehr Anomalien treten auf und beinahe täglich finden die Forscher neue Lebensformen, die der irdischen Fauna und Flora überlegen zu sein scheinen. Die größte Bedrohung geht jedoch von den Würmern aus, die bislang teilweise Elefantengröße erreicht haben, aber durchaus noch weiter wachsen können. Doch stecken sie hinter dieser biologischen Invasion? Jim McCarthy kämpft seit Jahren gegen die Würmer. Er wird einem Auftrag zugeordnet, dessen Ziel es ist, einen Wurm lebend zu fangen. Alles läuft nach Plan, doch dann geht alles schief und der Hubschrauber stürzt ab, als er in einen Sturm von gigantischen Blütenpollen gerät. Die dreiköpfige Besatzung findet sich in einer fremden Welt wieder, aber vielleicht erhalten sie nun eine Antwort auf die Frage, wer hinter der ganzen Geschichte steckt.

Der Roman, der eine direkte Fortsetzung zu "Die Biologische Invasion" ist, weiß wie der Vorgänger zu faszinieren. Es sind dieses Mal nicht die Menschen, die eine Welt terraformen, sondern es findet das Gegenteil statt. Die Menschheit sieht sich von der Vernichtung bedroht und kämpft um jeden Quadratmeter ihrer Heimatwelt. Dies ist ein faszinierendes Szenario, das der Autor recht geschickt aus der Sicht von Jim McCarthy erzählt. So entstand ein durchweg spannender Roman, der den Leser fesselt und mit teilweise sehr extremen, fast verstörenden Bildern konfrontiert. Ohne Zweifel gehört dieser Roman zu dem Besten, was David Gerrold geschrieben hat.

Wer die Heyne-Ausgabe hat, wird feststellen, dass vom Verlag eine Trilogie angekündigt wurde und der dritte Band wurde schon mit einem Titel und einer Buchnummer angekündigt. Jedoch erschienen ist er nie. Zum einen lag das wohl daran, dass sich die Erscheinung des Romans wiederholt verzögert hatte, zum anderen auch, weil der dritte Teil dieses Zyklus bei Kritik und Leserschaft verrissen wurde. Dennoch erschien vier Jahre später ein vierter Band, dem noch ein fünfter, abschließender Roman folgen sollte. Doch auf diesen warten die Leser heute noch. Insgesamt ist das Ganze sehr unbefriedigend, aber das sollte die Leser nicht davon abhalten, die ersten beiden Bände zu lesen, denn die bieten sehr wohl SF vom Feinsten.
8 von 10 Punkten.

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