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Startseite - Film - Fantasy - Der Ring des Drachen
Der Ring des Drachen
Film - Fantasy (F)

Titel: Der Ring des Drachen
Originaltitel: Desideria e l'anello del drago
Regie: Lamberto Bava
Drehbuch: Gianni Romoli
Darsteller: Anna Falchi, Franco Nero, Sophie von Kessler, Joel Beeson, Billie Zöckler, Ute Christiansen, Marek Vasut u.a.
Musik: Amedeo Minghi
FSK: ohne Alterseinschränkung
Laufzeit: 184 min
Italien, 1994

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Ein wunderschöner Märchenfilm aus dem Jahr 1994 in überbordenden Bildern: Mit einer Besetzung an europäischen Topstars, einer überzeugenden Ausstattung und einzigartigen Drehorten ist "Der Ring des Drachen" ein Familienfilm par excellence. Gedreht wurde in Tschechien, Italien und Marokko. In einem märchenhaften Reich herrscht der König (Franco Nero) durch die Macht des magischen Rings des Drachen. Kurz nachdem seine Tochter Desideria (Anna Falchi) zur Welt gekommen ist, nimmt er noch ein Findelkind auf. Seine leibliche Tochter und das Findelkind Selvaggia (Sophie von Kessel) wachsen Seite an Seite wie Schwestern auf. Doch während Desideria ein gutes Herz hat, ist Selvaggia von Grund auf böse und benutzt ihre Zauberkräfte, um selbst Thronfolgerin zu werden.

 

Das spannende Fantasymärchen vor malerischer Naturkulisse besticht durch enormen Aufwand an Kostümen und Komparsen sowie die prominente Besetzung. Regisseur Lamberto Bava, Sohn des italienischen Starregisseurs Mario Bava inszenierte den Fantasy-Zweiteiler nach Motiven eines italienischen Märchens. Er gilt als Spezialist im Bereich der Fantasy- und Horrorgenres.

"Der Ring des Drachen" ein tolles, kindgerechtes und zauberhaftes Märchen im Stil von "Prinzessin Fantaghirò". Zwei unterschiedliche Schwestern bringen durch Ihre Gegensätzlichkeit ein ganzes Königreich in Schwierigkeiten, doch wie in Märchen üblich findet auch dieses ein schönes Happy End. Nicht gespart wurde hier an Kostümen, Requisiten und dem Können der Macher und Schauspieler. Unter anderem gibt es ein Wiedersehen mit Franco Nero, dem "Django" aus früheren Spagetti-Western. Ungeheuer opulent inszenierter Film, der mit abwechslungsreicher Handlung, Pracht und Bildwirkung lange seinesgleichen suchte ...

Er hat dem Italo-Western das Gesicht gegeben: Die Rolle von "Django" (1966), dem stillen Helden und Rächer, machte Franco Nero zur Kultfigur. Doch der Italiener ließ sich keinesfalls auf dieses Genre festlegen. In dem Monumentalfilm "Die Bibel" (1966) oder dem Revolutions-Epos "Die gefürchteten Zwei" (1968) zeigte er ebenso sein Talent als Charaktermime. Filmregisseure ermunterten Nero, seinen Traum zu realisieren. Seine erste Rolle spielt er bei Alfredo Giannetti in "Das ausgeliehene Mädchen" (1963) mit Annie Girardot: Carlo Lizzani gibt ihm eine Rolle in "La Celestina" (1964), Antonio Pietrangeli in "Ich habe sie gut gekannt" (1965) mit Stefania Sandrelli und Mario Adorf, und bei John Huston darf er den Abel in "Die Bibel" (1965) spielen. Aber erst als "Django" wird er weit über Italiens Grenzen bekannt, er kann sich vor Angeboten nicht retten ...

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